LSU begrüßt Initiative der Justizminister pro Adoptionsrecht für Schwule und Lesben

Berlin – Die LSU Deutschlands begrüßt die Initiative der Justizminister der Länder, Paaren, die in einer eingetragenen homosexuellen Lebenspartnerschaft leben, gemeinsame Adoptionen zu ermöglichen. „Das ist ein konsequenter und ermutigender Schritt“, sagt Thomas Steins, stellvertretender Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der Union.

Damit unterstützt die LSU den Hamburger Justizsenator Till Steffen, der die Beschränkung des Adoptionsrechts auf die Stiefkindadoption zurecht „als nicht systemgerecht“ bezeichnet hatte. Auf der Herbstkonferenz der Justizminister unterstrich Steffen: wichtig sei nicht die biologische Elternschaft, sondern die liebende Fürsorge der Eltern für das Kind.

Zu der heutigen Entscheidung erklärt Thomas Steins: „Die Ressentiments mancher Unionspolitiker gegenüber Regenbogenfamilien sind ein regelrechter Skandal. Auch für die LSU steht beim Adoptionsrecht das Kindeswohl an erster Stelle. Wer dieses jedoch von der Existenz zwei verschiedengeschlechtlicher Elternteile abhängig macht, verkennt die Realität und beleidigt die Erziehungsleistung engagierter alleinerziehender Mütter und Väter ebenso wie die adoptionswilliger Männer- und Frauenpaare. Die sexuelle Identität sagt nichts über die künftige Erziehungsleistung und gelebte Familienwerte aus, sondern wie bei jeder Adoption kommt es auf ausschließlich die persönliche Eignung als adoptierende liebende und verantwortungsvolle Eltern an. Dieser Zusammenhang ist mittlerweile wissenschaftlich fundiert nachgewiesen.“

Der LSU-Bundesverband fordert die unionsgeführte Bundesregierung auf, das gemeinsame Adoptionsrecht für eingetragene Lebenspartner auch über die Stiefkindadoption hinaus zu öffnen. „CDU und CSU müssen ihre bisherige Blockadepolitik endlich aufgeben. Heterosexuellen allein aufgrund ihrer sexuellen Identität einen Freibrief für gute Kindererziehung auszustellen und Lesben und Schwulen nur aufgrund ihrer Homosexualität generell eine Absage zu erteilen, ist absurd“, so Thomas Steins.

Anmerk. RED: LSU-Vize Thomas M. Steins ist seit Oktober letztens Jahres verpartnert. Thomas Steins und sein Partner hegen selbst einen Kinderwunsch. Beide hatten vor kurzem in der Sendung „Die Super Nanny – Adoptions-Spezial“ einen längeren Auftritt pro Adoption. Die Forderung der LSU nach völliger rechtlicher Angleichung im Adoptionsrecht ist eine Forderung aller politischen Interessenvertretungen von Schwulen und Lesben.

Jens Bergmann

Jens Bergmann

Die LSU ist eine bundesweit tätige Interessenvertretung der Schwulen und Lesben innerhalb der CDU/CSU. In NRW wird sie vertreten durch den dortigen Vorsitzenden Jens Bergmann, über den xtranews einen vielfach beachteten Artikel brachte.

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