US-Notenbank schießt mindestens 600 Mrd. Dollar in den Markt

Ben Bernanke
                                 Ben Bernanke

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) stellt „enttäuschend langsame“ Fortschritte im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Deflation fest. Deshalb will Fed-Chef Ben Bernanke bis Ende Juni 2011 über Käufe von amerikanischen Staatsanleihen weitere 600 Mrd. Dollar in das Finanzsystem pumpen. Pro Monat stehen rein rechnerisch rund 75 Mrd. Dollar zur Verfügung. Damit werde die einen Massenaufkauf von Staatsanleihen starten, teilte die Fed am Mittwochabend mit.
Insgesamt pumpt die Fed sogar 850 bis 900 Mrd. Dollar bis Ende Juni 2011 in das System, da sie außerdem noch Einnahmen aus der Rückzahlung fällig werdender Wertpapiere in ihrer Bilanz reinvestiert. Damit kommt sie der FTD zufolge in die Nähe der 1000 Mrd. Dollar, über die Marktakteure zwischenzeitlich spekuliert hatten. Sie werde die Geschwindigkeit der Käufe sowie die Gesamtsumme regelmäßig überprüfen, kündigte die Notenbank weiter an, und das Programm „nach Bedarf anpassen“.

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