Udo Lindenberg erhielt Jacob-Grimm-Preis

 

Udo Lindenberg (1987)

KASSEL- Der Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache wurde am vergangenen Samstag an Udo Lindenberg vergeben. Damit ehrten die Preisausrichter – die Baden-Badener „Eberhard-Schöck-Stiftung“ und der Verein Deutsche Sprache (VDS) – den Deutschrocker wegen seiner muttersprachlichen Texte und versuchten vor allem eins: dem Preis zu neuem Glanz zu verhelfen. Seine Lieder hätten gezeigt, dass Rockmusik in deutscher Sprache erfolgreich sein kann. 

Der erfolgreichste deutsche Rockmusiker der vergangenen 40 Jahre erhält die Auszeichnung nach Aussage der Jury für die Texte, die er singt und zu großen Teilen selbst geschrieben hat. „Man kann die deutsche Sprache wie ein Kaugummi in alle Richtungen kneten.“ Nicht nur die Worte von Preisträger Udo Lindenberg in seiner Dankesrede waren bei der diesjährigen Vergabe des Jacob-Grimm-Preises Deutsche Sprache am Samstag in Kassel ungewöhnlich. Als erster Rockmusiker wurde der 64-Jährige mit der Auszeichnung bedacht, und gratulierte der Jury auch gleich zu der „kessen Entscheidung“. 

Als Udo Lindenberg, die Spuren der vier Jahrzehnte Panikorchesterleitung wie immer hinter Hut und Sonnenbrille verbergend, am Samstag Nachmittag in der Kasseler Stadthalle erschien, grinste er die Organisatoren offen an. „Guten Morgen. Is ja noch früh am Tag“, nuschelte er, aber: „Für so einen Anlass kann man auch mal früh aufstehen.“ 

Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung ist Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache und wird bereits zum zehnten Mal vergeben. Zu den bisherigen Trägern des Jacob-Grimm-Preises gehören die Schriftsteller Günther de Bruyn und Cornelia Funke sowie Vicco von Bülow alias Loriot. Udo Lindenberg ist der erste Musiker in der Reihe der Preisträger.

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