Jusos: Ausbildungspakt gescheitert

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Zum Ausstieg der Gewerkschaften aus dem Ausbildungspakt der Bundesregierung erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt

„Einmal mehr ist die Bundesregierung vor den Interessen der Wirtschaft eingeknickt und hat damit den Ausbildungspakt scheitern lassen. Es ist verständlich und richtig, dass die Gewerkschaften diesen Pakt nicht unterschreiben können. Erstens sind die Zusagen der Unternehmen für mehr Ausbildungsplätze viel zu unkonkret. Wir brauchen aber nachweislich mehr Plätze, auch um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen. Zweitens sind die vereinbarten Aufweichungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes eine Zumutung. Es gibt gute Gründe, warum junge Menschen in Ausbildungsverhältnissen einen besonderen Schutz brauchen. Das ist kein Ausbildungshemmnis, sondern eine Bedingung für gute Ausbildung. Und drittens ziehen sich die Unternehmen mit der Forderung einer Ausweitung der zweijährigen Schmalspurausbildungen immer weiter aus ihrer Verpf lichtung einer umfassenden Ausbildung zurück. Es ist unverfroren, wenn auf der anderen Seite eine angeblich mangelnde Ausbildungsfähigkeit junger Menschen beklagt wird.

Die Bundesregierung hat die große Chance verpasst, eine Vereinbarung zwischen den Sozialpartnern Wirklichkeit werden zu lassen und damit jungen Menschen Zukunftsperspektiven zu ermöglichen. Diese Bundesregierung ist der Chancentod für junge Menschen. Wir Jusos werden uns weiter für die Verbesserung von Ausbildungsplätzen einsetzen und bleiben bei unserer Forderung nach einer Ausbildungsplatzumlage.“

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