Ausbildungspakt ohne DGB-Gewerkschaften

DGB-Vize Ingrid Sehrbrock

Die Gewerkschaften werden sich nicht am Ausbildungspakt von Bundesregierung und Wirtschaft beteiligen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zog am Dienstag in Berlin überraschend seine bereits in Aussicht gestellte Teilnahme an der Initiative zur Schaffung von Lehrstellen wieder zurück. Das erklärte die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Ingrid Sehrbrock, in Berlin. Hintergrund ist vermutlich der Streit darüber, wie viele Ausbildungsplätze die Wirtschaft im Rahmen der Vereinbarung zur Verfügung stellen will. Sehrbrock nannte es einen „Skandal“, dass die Bundesregierung einen Pakt unter Ausschluss der Gewerkschaften unterzeichne. Die Wirtschaft strebt laut dem nun bis 2014 geltenden Pakt an, im Durchschnitt pro Jahr 60.000 neue Ausbildungsplätze zu schaffen. Der neue Ausbildungspakt gilt bis 2014. – Er war zum ersten Mal 2004 zwischen Regierung und Wirtschaftsverbänden geschlossen und seitdem bereits einmal verlängert worden.

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