Mainz nach kurzer Abstinenz wieder an der Tabellenspitze – Köln und M‘gladbach tiefer in der Krise

Foto by Wikipedia

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Lediglich eine Woche hat der selbsternannte Karnevalsverein aus Mainz benötigt, um wieder Spitzenreiter der Ersten Bundesliga zu werden. Der 1:0-Sieg gegen die Werkself von Bayer aus Leverkusen reichte aus, um die Borussen aus Dortmund an Platz 1 der Tabelle wieder abzulösen. Damit geht die Siegesserie (mit der Ausnahme gegen den HSV am vergangenen Spieltag) der „Boygroup“ vom Rhein weiter.

Der BVB ergatterte durch ein Freistoßtor von Antonio da Silva in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einen Punkt gegen die „Millionärself“ aus Hoffenheim, nachdem Schiedsrichter Wolfgang Stark einen verwandelten Strafstoß von Nuri Sahin – zu Unrecht – nicht gegeben hatte. Lucas Barrios soll zum Zeitpunkt des Schusses bereits im Strafraum gewesen sein, was TV-Bilder jedoch widerlegen. Den zweiten Strafstoß im Anschluss daran (ebenfalls von Sahin geschossen) wurde vom Hoffenheimer Keeper Tom Starke gehalten. Doch der Punktgewinn reichte für die Dortmunder nicht aus, um die Tabellenführung zu verteidigen.

Die Niederlagen von Mönchengladbach gegen Werder Bremen und Köln gegen Hannover 96 (die sich somit wieder auf den dritten Platz klangheimlich vorarbeiteten) am Samstag und der Stuttgarter über den FC St. Pauli am Sonntag lassen die beiden Westklubs auf den vorletzten bzw. letzten Platz der Tabelle abfallen und stürzen die beiden Vereine noch weiter in die Krise.

Beide Klubs zogen bereits erste Konsequenzen: Köln entließ am heutigen Sonntag Trainer Zvonimir Soldo und Gladbachs Coach Michael Frontzeck kündigte an, dem Fohlen-Keeper Logan Bailly, der in dieser Saison statistisch nur jeden zweiten Torschuss hielt, eine Auszeit zu geben. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Entscheidungen bei den kommenden Spielen haben werden.

Auch der FC Bayern München und der FC Schalke 04 konnten am zurückliegenden Wochenende keinen wirklichen Schritt aus ihren Krisen machen. Beide Klubs kamen über ein 0:0 nicht hinaus. Nur der Pfosten im Hamburger Volksparkstadion verhinderte noch kurz vor Schluss des Spiels, dass der Rekordmeister aus München gegen den Hamburger SV sogar noch verlor.

Auch beim Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern zeichnet sich immer mehr eine Krise ab. Der Traditionsklub aus der Pfalz verlor am Samstag gegen den SC Freiburg (1:2) und kassierte somit die fünfte Niederlage in Folge. Alle Zeichen stehen in der Pfalz somit auf Abstiegskampf.

In einem weiteren Spiel schlug der 1. FC Nürnberg den VfL Wolfsburg mit 2:1. Die Wölfe aus der Autostadt laufen somit weiter ihren Zielen hinterher. Die „Clubberer“ hingegen überzeugen derzeit mit großer Einsatzfreude und Spielstärke – zur Freude von Coach Dieter Hecking. (Tim Schmitz)

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