Mangelnder Datenschutz beim Bauer-Verlag

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Image via Wikipedia Manfred Sauke

Der Hamburger Bauer-Verlag ("Das Neue Blatt", "Tina", "Laura") ignoriert offenbar seit Monaten ein Sicherheitsleck in seinem Online-Abo-Shop. Internen Unterlagen zufolge wird die Datenbank "nicht den zeitgemäßen Sicherheits- und Datenschutz-Anforderungen gerecht". Bereits im April wurde das Problem bei einer Strategiepräsentation angesprochen, die in Gegenwart der Verlegerin Yvonne Bauer stattfand – die Mängel hat der Verlag bis heute nicht behoben. Die Sicherheitslücken waren von einer externen Firma festgestellt worden, die sich um eine Zusammenarbeit mit Bauer beworben hatte. Bereits "oberflächliche Checks", so monierte diese in einer E-Mail an den Verlag, seien "beunruhigend" ausgefallen. Erst vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass Daten von Abonnenten der Wochenzeitung "Die Zeit" übers Internet ausspioniert worden waren, so der Spiegel in einer Vorabmeldung für sein am Montag erscheinendes Magazin.

Der Zeit-Verlag informierte seine Kunden darüber per E-Mail und gab an, die Datenbank "vor weiteren Zugriffen gesichert" zu haben. Der Bauer-Verlag hingegen lässt auf Anfrage lediglich wissen, die Sicherheitsvorkehrungen im Abo-Shop würden "intern regelmäßig überprüft und angepasst". Darüber hinaus vertraut das Zeitschriftenhaus anscheinend auf das Gute im Menschen: "Ein unberechtigter Zugriff auf geschützte Daten des Abo-Shops", so eine Sprecherin, "ist ohne kriminelle Energie ausgeschlossen."

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