Journalismus im Wandel – Die Gretchenfrage Öffentlichkeit und Demokratie

LONDON, ENGLAND - MARCH 02: A BBC logo adorns...

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Berlin (ots) – Der Journalismus unterwirft sich zunehmend der Marktlogik. Er "verliert das strukturelle und personelle Rückgrat, mit dessen Hilfe er zum unabhängigen Kontrolleur staatlicher Macht und zur gesellschaftlichen Kontrollinstanz der Moderne aufsteigen konnte". Glaubwürdigkeit sei ihm abhanden gekommen, ergeben Umfragen; von Festungs-Journalismus ist die Rede. Die Gretchenfrage dabei: Ist das Internet gut oder schlecht für den Journalismus? In seiner neusten Ausgabe 10 / 2010 versucht "M Menschen Machen Medien", eine Antwort darauf zu geben. Dabei besonders im Fokus: Das journalistische Kerngeschäft, die Recherche. Die Unabdingbarkeit journalistischer Recherche und ihre Veränderung im Zeitalter des weltweiten Informationsnetzes, von Facebook und Social Media, wird den 24. Journalistentag der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union am 27. November in Berlin beschäftigen. Mehr Informationen dazu hält die aktuelle M bereit.

Schafft die Demokratie ausreichend Öffentlichkeit? Darüber diskutierten Anfang Oktober bei einer Tagung in Berlin 600 Teilnehmer, die in und für Medien arbeiten, in Initiativen, Verbänden, Gewerkschaften und Protestbewegungen aktiv sind. Unter die Lupe genommen wurden die Strukturen politischer Öffentlichkeit und gefragt, wie man sie ändern kann. Neue Ideen wurden präsentiert und mit einer Abschlusserklärung in die Zukunft gedacht.

Erstmals drohte in Großbritannien ein Streik der BBC-Beschäftigten aller dort vertretenen Gewerkschaften. Anlass ist ein von den Gewerkschaften als "großer Rentenraub" bezeichneter Kürzungsvorschlag der BBC-Altersbezüge. Er gilt als ein Versuch, den britischen Wohlfahrtsstaat zurück zufahren. M beleuchtet die Hintergründe. Der Streik wurde nach einem neuen Angebot ausgesetzt – vorerst.

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