ver.di: Filmproduktionen für ZDF und ARD müssen Tarifstandards einhalten

(ddp direct) In den nun auch zwischen dem ZDF und der Produzenten-Allianz vereinbarten Eckpunkten zu Auftragsproduktionen wurden verbindliche Standards zu Arbeitsbedingungen vereinbart. Demnach gilt einheitlich für alle im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens produzierten Filme, dass der von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit der Produzenten-Allianz vereinbarte Tarifvertrag für Filmschaffende die generelle Kalkulationsgrundlage darstellt, sowie die für Filmschaffende besonders wichtigen Sozialversicherungsregelungen, wie ein tarifvertragliches Zeitkonto oder die von der Deutschen Rentenversicherung (Bund) erlassene Sozialversicherungsrichtlinie für Schauspieler uneingeschränkt anerkannt werden. Entsprechende Eckpunkte sind mit der ARD bereits Ende 2009 vereinbart worden.
„Die deutschen Auftragsproduzenten müssen bei den für Auftragsproduktionen angestellten Filmschaffenden die Tarif- und Sozialstandards uneingeschränkt einhalten. Immer wieder sind uns Fälle bekannt geworden, in denen das Zeitkonto nicht ge-währt wurde. Oder wir erfahren von Verträgen, die pauschalierte und damit untertariflicher Gagen vorsehen,“ erklärte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Zudem kritisiert Werneke: „Es gibt Fernsehproduktionsfirmen ohne Tarifbindung, die zukünftig gegenüber Sendern mit Tarifstandards kalkulieren können, allerdings gegenüber Filmschaffenden diese Standards nicht einhalten müssten. Für solche Firmen ist die Produzenten-Allianz gefordert, nur noch tarifgebundene Verbandsmitgliedschaften vorzusehen.“
Für die derzeit laufenden Tarifverhandlungen mit der Produzenten-Allianz zu Erlösbeteiligungen für Filmurheber und ausübende Künstler und zu Schauspiel-Gagen erhofft sich ver.di nun Rückenwind. Denn auch zur Anwendung solch neuartiger Regelungen für Filmschaffende hat sich nach der ARD auch das ZDF bereit erklärt.

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