Rückschlag für die US-Wirtschaft: keine Erholung auf dem Arbeitsmarkt


Der amerikanische Arbeitsmarkt erholt sich nicht. Im September gab es 95.000 neue Arbeitslose in den USA. Vor allem Entlassungen staatlicher Stellen sorgen für anhaltend schwache Zahlen auf dem US-Arbeitsmarkt. Der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung fiel dramatisch schlechter aus als erwartet. Das schürt Ängste vor einem Rückfall in die Depression. Analysten hatten einen unveränderten Stand erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 9,6 Prozent. 

Zudem fiel der Stellenverlust im August etwas höher aus als bislang berichtet: Das Ministerium meldete nun ein Minus von 57.000, nachdem zunächst eine Abnahme um 54.000 berichtet worden war. Für Juni ergab sich ebenfalls eine schlechtere Entwicklung (Revision auf minus 66.000 von zuvor minus 54.000). Es ist das erste Mal seit 1948, dass die Erwerbslosenquote 14 Monate lang auf einem Niveau von mindestens 9,5 Prozent verharrt. Mittlerweile sind in den USA 14,8 Mio. Menschen ohne Arbeit. 

Rechnet man jene Teilzeitbeschäftigten mit ein, die keinen Vollzeitjob finden, erreichte die September-Arbeitslosenquote 17,1%, nach 16,7% im August. Und die Lage am Arbeitsmarkt dürfte angespannt bleiben, denn es ist nicht absehbar, wo die 150 000 bis 200 000 zusätzlichen Arbeitsplätze entstehen könnten, die die USA allein benötigen, um die jährlich durch das Bevölkerungswachstum an den Arbeitsmarkt gelangenden Menschen zu beschäftigen. 

Den staatlichen Stellen fehlt das Geld für breit angelegte Arbeitsmarktmaßnahmen. So ging denn auch der Arbeitsplatzabbau im September im Wesentlichen auf das Konto des Staates. Mit dem Stellenabbau schwinden auch die Chancen für eine kräftigen Aufschwung in der weltgrößten Volkswirtschaft. Sie hängt zu 70 Prozent vom privaten Konsum ab. Die Wirtschaftskrise hatte mehr als acht Millionen Amerikanern den Job gekostet.

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