Grünen-Politiker Schlauch fordert bei „Stuttgart 21“ Bau- und Vergabestopp bis zur Landtagswahl Schwarz-Grün jetzt „nur noch sehr unwahrscheinlich“

Leipzig (ots) – Der frühere Spitzenkandidat der Grünen bei der Oberbürgermeisterwahl von Stuttgart, Rezzo Schlauch, hat einen „vorläufigen Bau- und Vergabestopp“ für das umstrittene Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ bis zur Landtagswahl im März 2011 gefordert. Gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) sagte Schlauch ergänzend: „Nach der Landtagswahl sollte sich zudem jede politische Mehrheitskonstellation verpflichten, eine Volksbefragung über ,Stuttgart 21′ anzustreben und sich als Regierung auch an deren Ergebnis zu halten.“ Schlauch, der bei seiner Spitzenkandidatur gegen Amtsinhaber Wolfgang Schuster (CDU) 39,3 Prozent erreicht hatte und nur sehr knapp unterlegen war, sprach von einer „nur noch sehr unwahrscheinlichen Möglichkeit für eine schwarz-grüne Landesregierung“ angesichts der durch „Stuttgart 21“ aufgerissenen Gräben. Aber man solle nichts grundsätzlich ausschließen, vor allem dann nicht, wenn sich CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus in Richtung eines vorläufigen Bau- und Vergabestopps bewege. Schlauch verlangte, dass „die Überwindung der Spaltung in Stadt und Region rund um das Bahnhofsprojekt allerhöchste Priorität haben“ müsse. Die Berufung eines großen Moderators als eine Art Verhandlungswunder wertete Schlauch kritisch. „Dass ausgerechnet der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle nun Joachim Gauck als Moderator vorgeschlagen hat zeigt, wie total bankrott diese Partei ist“, sagte Schlauch. Statt eines Gottseibeiuns als Moderator brauchten alle Beteiligten erkennbar „eine Pause zum Nachdenken“.

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