Liebe Linken Duisburgs: Auch die Loveparade ist Kultur

Photo: DieLinke Duisburg

Sehr geehrter Herr Dierkes, sehr geehrter Herr Aust,

normalweise ignoriere ich ihre Äußerungen in Hinsicht auf kulturpolitische Thematiken der Stadt Duisburg – mir ist nämlich nicht bekannt in welche Weise sie berechtigt wären über Kultur zu befinden, es sei denn sie wohnen regelmäßig dem Ausschuss der Stadt Duisburg bei der sich mit diesen Themen befaßt. Und meines Wissens nach – ich kann mich aber auch irren – sitzt für die Linke jemand anders regelmäßig dort. Aber natürlich steht es ihnen beiden frei sich auch zu Themen zu äußern von denen sie offenbar keine Ahnung haben – wenn man schon keine Politik für die Stadt macht, jedenfalls ehe ich keine großen Erfolge der LINKEN seit deren Einzug in den Rat meiner Stadt – muss man ja wohl auf andere Art und Weise auf sich aufmerksam machen.

In der aktuellen Nummer ihres Meinungsmagazins Standpunkt haben sie sich also zum Thema Loveparade und Kultur und Kommerz geäußert. Na ja, wenn sie meinen unbedingt dazu was sagen müssen, gerne, tun sie sich keinen Zwang an. Gewisse Punkte aber sehe ich anders als sie – und da sie wohl kaum einen Leserbrief von mir abdrucken würden – aus Gründen! – tun wir das mal halt auf diese Art und Weise.

Sie stellen die Frage ob die Loveparade ein Teil der Volkskultur sei. Eine Frage, die sich eigentlich längst selbst beantwortet hat – wenn das Volk zu einer Veranstaltung strömt, dann ist diese – ob man es mag oder nicht – Volkskultur. Genauso wie das Oktoberfest Teil unserer Kultur geworden ist sind dies auch Veranstaltungen, die von Massen besucht werden und seit einiger Zeit stattfinden. Insofern ist diese Frage eigentlich nur rein rhetorisch. Es passt ihnen beiden aber offenbar so gar nicht, dass das Volk sich halt ab und an auch gerne mal amüsieren möchte anstatt sich brav zur Montagsdemonstration zu versammeln und die Reihen fest geschlossen zu halten. Tja, wie schade dass das Volk offenbar nicht ganz so dumm ist wie sie meinen. Die Nachfrage, ob die Loveparade nicht ein Irrweg sei ist übrigens sehr manipulativ – aber richtig, der Standtpunkt ist ja eine Postille ihrer Partei, da ist Sachlichkeit und Ausgewogenheit wie bei anderen Parteipublikationen natürlich nicht gegeben. Warum auch.

Na ja, die Kulturhauptstadt 2010 ist auch so eine Geschichte. Noch läuft sie und ob sie gut fürs Revier war oder nicht lässt sich erst mit einigem Abstand feststellen. Sie verschweigen nur, dass Fritz Pleitgen durchaus – im Gegensatz zu Anderen – die moralische Verantwortung übernommen hat. Dass er eventuell Druck ausgeübt hat mit seinen Äußerungen ist unbestritten. Sie verschweigen aber gezielt, dass sich Pleitgen am Tag der Katastrophe – so wurde es mir jedenfalls von vertrauenswürdigen Zeugen berichtet – in Duisburg aufhielt und versuchte zu helfen. Am Tag der unseligen Pressekonferenz konnte man einen niedergeschlagenen, mit der Welt fertigen Pleitgen erleben – ich war übrigens vor Ort, wo waren sie beide eigentlich? – auch wenn er versuchte das nicht zu zeigen. Doch natürlich verschweigt man solche Dinge lieber damit man agitatorisch die Massen und das Volk aufrütteln kann. Blöd nur, dass das nicht funktioniert, hmmm? Die Kürzung des Kulturetas hat wohl auch nichts mit RUHR.2010 zu tun – zudem konnten auch nicht alle geplanten Veranstaltungen des Kulturhauptstadtjahres mangels Finanzmasse realisiert werden.

Dass sie ganz klar versuchen hier polemisch zu argumentieren kann man dem letzten Abschnitt ihres Artikels entnehmen – aber dazu muss ich nichts schreiben, dass sie hier versuchen politisch Unbefangene zu agitieren ist ja offensichtlich. Nun denn, ich habe auch nicht erwartet dass die LINKE in Duisburg auf einmal sachlich und fair argumentieren kann – die Angriffe gegen meine Person haben das ja bewiesen. Nur: Wenn man schon über Kultur schreibt, sollte man vielleicht ein wenig mehr über sie wissen. Aber schön, wenns ihnen Spaß macht…

Ach, wären sie übrigens mal so nett eine Bilanz ihrer bisherigen Kulturpolitik offenzulegen? Würde mich mal brennend interessieren, was sie da so beschlossen haben in Duisburg – irgendwie habe ich nämlich den Eindruck, dass sich da so gar nichts getan hat…

Zackiger Gruß des Kulturressortchefs von Xtranews, den weder Ochs noch Esel aufhalten können!

6 thoughts on “Liebe Linken Duisburgs: Auch die Loveparade ist Kultur

  1. Lieber Herr Spließ

    Warum dieser unsägliche Angriff der nicht auf die Personen, vielmehr auf die Partei die Linke gerichtet ist?
    Sachlichkeit und Unausgewogenheit ist bei Ihnen ebenfalls nicht zu erkennen, auch hierbei nur Polemik. Nicht mehr und nicht weniger.
    Wer nun so in den Wald ruft wie Sie, der muss in Zukunft mit einem großen Echo rechnen. Daran werden Sie in Zukunft zu messen und zu bewerten sein.
    Aber die Haupsache ist, Sie haben etwas von sich gegeben.

    • Christian Heiko Spließ Mo, 04 Okt 2010 at 18:13:35 - Author

      Hach, Linker-Genosse, nur ganz kurz:
      – Der Artikel auf den ich mich bezog strotzt ebenfalls nur so vor Polemik und billiger Manipulationsmache. Insofern habe ich nur ebenbürtig reagiert.
      – Ich bitte Sie: Die Linke im Osten macht einen fabelhaften Job, in den anderen Bundesländern übrigens auch – nur NRW, das ist das kleine herzhafte Dorf, dass gegen die Römer mittels eines Zaubertranks – pardon – dass weder kritikfähig, noch würdig, noch irgendwie in der Lage ist von eine persönlichen Ebene – und damit kommen Sie mir hier, mein Lieber, und fallen damit eh durch mein Kritikannahmeraster – auf eine sachliche Ebene zu gelangen.
      – Großes Echo? Sollte man mir da eine Straftat angedroht haben? Wirklich? Aber ich bitte Sie, so dumm können selbst sie nicht sein – die Software hat ihre IP-Adresse gespeichert…
      Im Übrigen: Wenn Sie noch ein Problem mit mir haben sollten oder meinen Artiklen gibt es einen guten Tipp – lesen Sie die doch einfach nicht mehr. Schont die Nerven, jagt den Blutdruck nicht so in die Höhe – nicht, dass Sie am Ende noch einen Nervenzusammenbruch wegen mir erleiden, ei, ei, ei.
      Auf weitere Reaktionen zum Artikel werde ich – siehe auch Kommentar weiter unten – nicht eingehen.
      Aber der Himmlische Vater, dessen Friede auch über meine Vernunft geht möge sich weiterhin auf ihrem Kreuzzug für den Sieg des Sozialismusses ür sie einsetzen…

  2. Dr. Werner Jurga Mo, 04 Okt 2010 at 09:54:16 -

    Lieber Linker Genosse,
    1. Ein Artikel auf xtranews ist kein „unsäglicher Angriff“.
    2. Um einen „unsäglicher Angriff“ handelt es sich bspw., wenn, wie geschehen, ein „Antifa“-Rollkommando Christian Spließ in den Polizeigriff nimmt, um an seine Kamera zu kommen.
    3. Wieso ein „Angriff“ deshalb „unsäglich“ ist, weil er, wie Sie schreiben, nicht Personen, sondern einer Partei gelte, ist eine – sagen wir mal – gewöhnungsbedürftige Argumentation.
    4. Der Artikel wendet sich erkennbar nicht gegen die Partei die Linke an sich, sondern gegen ihre Abteilung in Duisburg.
    5. Ihre erschauerliche Warnung „Wer nun so in den Wald ruft wie Sie, der muss in Zukunft mit einem großen Echo rechnen“ macht ja förmlich Mut, etwas gegen die Linkspartei, und sei es nur die Duisburger, zu schreiben.
    6. Was mich betrifft, muss ich Sie diesbezüglich allerdings enttäuschen: ich werde weiterhin gegen rechts, und nicht gegen links schreiben. Zumal, lieber Linker Genosse, mit diesen Anmerkungen Ihr Aufmerksamkeitskredit bei mir definitiv ausgeschöpft ist.
    Mit sozialistischen Grüßen
    Werner Jurga

  3. Ach Herr Jurga, nun kommen Sie mit Dingen, wie unter Punkt zwei genannt, die gar nicht zum Thema gehörten.
    Unter Punkt 4 geben Sie sogar zu dass es sich unter anderem indirekt um einen Artikel gegen die Partei die Linke handelt.
    Die unter Punkt 5 und 6 gemachten Äußerungen zeigen Ihr wahres Gesicht.
    Sie strotzen nur so vor lauter Arroganz und Ignoranz. Und für Xtranews hätte ich vor wenigen Wochen noch gespendet………
    Doch eines haben wir gemeinsam……. wir sind Beide gegen rechte, aber auch gegen linke Gewalt.

    • Christian Heiko Spließ Mo, 04 Okt 2010 at 18:06:39 - Author

      Falls jemand von den LINKEN ein persönliches Problem mit mir haben sollte möge er sich bitte in schriftlicher Form direkt an mich wenden. Im Übrigen bin ich sehr wählerisch – ich diskutiere nicht mit jedem. Schon gar nicht mit hergelaufnen Laffen, die da meinen mich in irgendeiner Form bedrohen zu können, seien sie nun links, mitte, rechts, oben, unten, aufwärts, abwärts oder sonstwo zu verorten.
      Übrigens: Straftatbestände sind auch im Internet ahndbar und wenn jemand offenbar in voller Absicht zu Taten gegen mich aufrufen sollte wird er unliebsame Bekanntschaft mit den Leuten machen, die einen gewissen Griff beruflich ausüben.

  4. Ach Herr Spliess….
    als wenn ich es geahnt hätte……
    Wer so primitiv in seiner Arroganz und Ignoranz ist wie Sie, dem muss man wirklich den Gefallen tun und ihn schon seines eigenen Wunsches wegen meiden.
    Sie müssen schon recht viel Angst haben, wenn Sie mir hierbei eine Straftat der Bedrohung oder anderen Art unterstellen möchten. Ob das wohl an Ihrer provokanten Art liegt, die nur darauf ausgerichtet ist Streit zu suchen? Das Bild dass Sie, allem voran auch die anderen Möchtegerne von Xtranews, gerade von sich geben haben, ist das Bild was der Osten von dem „Wessi“ hat. Und darin bestärken Sie den „Ossi“ in seiner Meinung. Machen Sie ruhig so weiter und seien Sie weiterhin so von sich überzeugt und beleidigen auch weiterhin Ihre Blogger.
    Nochmals: Wer nun so in den Wald ruft wie Sie, der muss in Zukunft mit einem großen Echo rechnen.
    Gruß aus dem Osten: Ein Wessi aus dem Pott