Junge NRW-Politiker/Teil 2: Tim Schmitz (SPD) aus Stolberg

„Politik macht Spaß und ich könnte mir vorstellen nach meinem Studium in die Landes- oder Bundespolitik zu gehen“, sagt Tim Schmitz, Juso-Vorsitzender aus Stolberg im Interview. Aber auch die Kommunalpolitik liegt ihm am Herzen und dort wolle er weiter aktiv mitgestalten. Und hört man ihm und seinen politischen Ansichten zu, erscheint diese Zukunftsplanung bereits jetzt sehr realistisch.

Tim Schmitz ist Jahrgang 1991, kann aber bereits mit 19 Jahren eine bemerkenswerte Polit-Vita präsentieren. Im Januar 2007 trat er in die SPD ein, wurde dann im Sommer 2007 bei den Stolberger Jusos aktiv  und wurde im Oktober des selben Jahres in den Juso-Vorstand Stolberg als Beisitzer gewählt. Seit November 2009 ist er der dortige Juso-Vorsitzende. Zudem ist er als Sachkundiger Bürger für die SPD im Rathaus Stolberg. Im Jahre 2009 war er  Teilnehmer des Jugendlandtages NRW und sprach dort im Plenum. Nach seinem Abitur 2011 will Schmitz eine Ausbildung zum Industriekaufmann, verbunden mit einem Jura-Bachelor-Studium (mit Schwerpunkt Wirtschaft) absolvieren. Auch beruflich sind seine Ziele bereits heute schon definiert. Als sein politisches Vorbild nennt er Altkanzler Helmut Schmidt, “ Nicht wegen seiner politischen Standpunkte, sondern wegen seiner Art und Weise, Dinge anzugehen“, sagt er im Fragebogen der Stolberger Jusos.

Seine derzeitigen politischen Schwerpunkte liegen in der Schul- und Bildungspolitik. Auf seiner professionell gemachten Homepage hat er dazu seine Standpunkte veröffentlicht. Seine Forderungen dazu sind: Mehr Abschlüsse- mehr Geld,  Mehr Fachkräfte und bessere Integration, Finanzielle Hilfe für Chancengleichheit in der Bildung, Bildung muss früh beginnen, Länger gemeinsam lernen, sowie Mehr Ausbildungsplätze. Zu den genannten Schlagwörtern liefert er in seinem Bericht auch die entsprechenden Begründungen. Von daher wundert es nicht, das er Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zum Thema „Bildung“ einen guten politischen Start attestiert. Er steht auch dafür, das bei entsprechender Finanzlage des Landes NRW, die Studiengebühren abgeschafft werden sollten. Das bis jetzt von der Düsseldorfer Koalition aus SPD und GRÜNEN bildungspolitisch auf den Weg gebrachte, wie u.a. die Abschaffung der Kopfnoten, findet seine volle Unterstützung.

Tim Schmitz stellte im Interview auch seine bundespolitischen Ansichten überzeugend dar. Die SPD unter der Führung ihres Vorsitzenden Gabriel vollzieht nach seiner Ansicht einen notwendigen Schwenk nach Links. „Verlorene Stimmen müssen zurückgeholt werden“, sagt Schmitz unter Bezugnahme auf die zurückliegenden Wahldebakel der SPD hinsichtlich ihrer Agenda-2010-Politik. Er betont, das gerade die Jusos mit ein Motor dafür sind, Beschlüsse wie z.B. Rente mit 67, neu zu überdenken.

Schmitz bedauert, das viele seines Jahrganges an aktiver Politik kein Interesse zeigen. Er schiebt dies u.a. auf das schlechte Image, das vielen in der Politik anhaftet und was die Jugend zum Anlass nimmt, mit Parteipolitik gar nicht erst anzufangen. Er betont, das es deswegen in 10 – 15 Jahren einen Nachwuchsmangel in der aktiven Politik geben werde. „Viele in der Politik sind 60 und älter und der Nachwuchs bleibt aus“, sagt er. Und mit dieser These hat er durchaus Recht. Demzufolge sieht Tim Schmitz es auch als eine Aufgabe für ihn an, Alters-„GenossenInnen“ für Politik zu begeistern.

Hört man ihm zu, müsste ihm das sicher gelingen!

Auf die Frage, wie sich die aus seiner Sicht Zusammenarbeit zwischen den „Jungen“ und den „Alten“ in der SPD darstellt, sagt Schmitz: „Hier in Stolberg läuft das ohne Probleme und auf Augenhöhe“ , und verweist darauf, das einige Juso-Mitglieder bereits, so wie er auch, kommunalpolitisch und auch als Mandatsträger, politisch tätig sind.

Tim Schmitz ist ein sehr engagierter junger SPD-ler mit festgesteckten Zielen privater und politischer Natur. Das ihm das, was er politisch macht, Freude bereitet und er darin einen großen Sinn sieht, kann nach dem geführten Interview mit ihm nur bestätigt werden. Im oben erwähnten Juso-Fragebogen beschreibt er sich selbst wie folgt: „zielstrebig, zuverlässig, ehrgeizig.“

Sympathisch und überzeugend hat er noch vergessen.



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