NDR Produktionen für Deutschen Fernsehpreis nominiert

Hamburg (ots) – Mehrere NDR Produktionen sind für den diesjährigen Deutschen Fernsehpreis nominiert: Als erste Kindersendung überhaupt geht „Allein gegen die Zeit“ in der Kategorie „Beste Serie“ ins Rennen und steht damit in Konkurrenz zu „Danni Lowinski“ (Sat.1) und „Klimawechsel“ (ZDF). Nominiert sind Produzent Martin Hofmann, Schauspieler Peter Lohmeyer (stellvertretend für das Ensemble), Redakteur Ole Kampovski (NDR) und Drehbuch-Autor Stephan Rick. Für den NDR Dokumentarfilm „Aghet – Ein Völkermord“ zählt Autor und Regisseur Eric Friedler in der Kategorie „Beste Dokumentation“ zu den Kandidaten. „Unser Star für Oslo“ kann die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Unterhaltung“ gewinnen. Nominiert sind hier Produzent Jörg Grabosch, Regisseur Ladislaus Kiraly, die Moderatoren Sabine Heinrich und Matthias Opdenhövel, „Oslo“-Star Lena Meyer-Landrut, Juror und Produzent Stefan Raab sowie die Redaktionsleitung – Christiane Teich (ProSieben) und Thomas Schreiber (NDR/ARD). Außerdem wurde die NDR Koproduktion „Im Angesicht des Verbrechens“, die zehnteilige Krimiserie von Dominik Graf, für die Kategorie „Bester Mehrteiler“ ausgesucht; als „Bester Schauspieler“ bzw. „Beste Schauspielerin“ wurden u. a. Thomas Kretschmann und Jessica Schwarz für die NDR Koproduktion „Romy“ genannt.

NDR Intendant Lutz Marmor: „Ich freue mich, dass der NDR in sehr unterschiedlichen Kategorien für den Deutschen Fernsehpreis nominiert ist. Alle ausgewählten Produktionen stehen für gutes Fernsehen und auch dafür, etwas Neues zu wagen: So ist ‚Unser Star für Oslo‘ eine Kooperation über Sendergrenzen hinweg, ‚Aghet‘ eine innovative Umsetzung eines historischen, bis heute aktuellen Stoffes, und ‚Allein gegen die Zeit‘ ein fesselnder Kinderkrimi mit hohem Erzähltempo.“

In „Allein gegen die Zeit“, einer 13-teiligen Echtzeit-Serie für die ältesten KI.KA-Zuschauer, entdecken fünf Nachsitzer, dass eine Gruppe Gangster die Mitschüler des Astronomie-Kurses gefangen hält. Alle Ausgänge der Schule sind abgeriegelt. Nur wenn sie zusammenhalten und zu einem echten Team werden, haben die fünf ganz unterschiedlichen Teenager eine Chance, die Klasse und sogar die ganze Welt zu retten … Als erwachsene Darsteller standen u. a. Peter Lohmeyer, Ralph Herforth, Oliver Wnuk und Denis Moschitto vor der Kamera. Die Gemeinschaftsproduktion der Askania Media und der Bavaria Fernsehproduktion entstand unter Federführung des NDR mit MDR, KIKA, WDR und wurde gefördert von Medienboard Berlin/Brandenburg. Verantwortlich für das Buch waren Stephan Rick, Silja Clemens (Konzeption), Catharina Junk und Michael Demuth; Regie (Folgen 1-8): Stephan Rick; Regie (Folgen 9-13): Andreas Morell; Produzent: Martin Hofmann, Askania Media Filmproduktion GmbH; Producerin: Ceylan Yildirim; Redaktion: Ole Kampovski, NDR; Karl-Heinz Staamann, MDR, Siegmund Grewenig, WDR, und Steffen Kottkamp, KI.KA. „Allein gegen die Zeit“ war bereits mit dem Kinder-Medien-Preis „Der weiße Elefant“, beim „Prix Jeunesse International“ mit zwei Preisen sowie mit dem „Goldenen Spatzen“ geehrt worden.

Der NDR Dokumentarfilm „Aghet“ (armenisch: „die Katastrophe“) von Eric Friedler erzählt von dem Genozid an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben. Dieser Völkermord wird allerdings bis heute von der Türkei als historische Tatsache nicht anerkannt und von der Welt weitgehend ignoriert. „Aghet“ beschäftigt sich mit den politischen Motiven für das bis heute andauernde Schweigen. Für den Film wurde der Verlauf des Völkermords aus zahlreichen historischen Quellen rekonstruiert. Ein hochkarätiges Schauspielerensemble – darunter Martina Gedeck, Sylvester Groth, Thomas Heinze, Sandra Hüller, Gottfried John, Burghart Klaußner, Joachim Król, Peter Lohmeyer – verleiht im Film lange verstorbenen Zeitzeugen Stimmen von beklemmender Authentizität. Produzentin war Katharina M. Trebitsch, die Redaktion hatte Thomas Schreiber.

In der achtteiligen Showreihe „Unser Star für Oslo“ suchte Stefan Raab zusammen mit Das Erste, ProSieben und den Pop- und jungen Wellen der ARD den deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2010. Am Schluss stand die Publikumsentscheidung, wer als „Unser Star für Oslo“ zum Eurovision Song Contest fährt. Gewählt wurde Lena – die den Eurovision Song Contest 2010 für Deutschland gewann.

Die NDR Redaktion für „Im Angesicht des Verbrechens“, eine Produktion der Typhoon im Auftrag des WDR/ARD Degeto/BR/SWR/NDR und ARTE sowie des ORF, hatte Thomas Schreiber. „Romy“ – Regie: Torsten C. Fischer, Drehbuch: Benedikt Röskau, eine Produktion der Phoenix Film in Koproduktion mit SWR, WDR, NDR, ARD Degeto, ORF und Beta Film in Zusammenarbeit mit France 2, gefördert von der Filmstiftung NRW, dem FilmFernsehFonds Bayern, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, mit Unterstützung des Media Programms der EU und der Filmförderung des Landes Salzburg – wurde betreut von Doris Heinze.

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD und ZDF, RTL und Sat.1 zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Sandra Maischberger und Kurt Krömer werden die Preisverleihung am 9. Oktober 2010 im Kölner Coloneum moderieren. Das Erste zeigt die Gala einen Tag später, am 10. Oktober, um 21.45 Uhr.

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