Heiner Geißler: „Die Leute haben Angst vor der Scharia“

Die ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ hatte am Donnerstag, den 16. September, den Titel „Protestlust und Parteienfrust – Vertreten die Politiker noch das Volk?“

Hier äußerte sich Heiner Geißler folgendermaßen:

„Warum hat denn eine zusätzliche Partei möglicherweise eine Chance? Und da wird auf die 18 Prozent abgehoben, die sagen, sie Geißler bei Illner würden Sarrazin wählen. Sie haben das Buch gar nicht gelesen; aber sie haben eine Begründung, warum sie eine solche Entscheidung fällen. Die allermeisten leben gar nicht in den Zentren, wo sich das so kumuliert. Das sind Leute auf dem Land.

Die Leute haben Angst, weil sie vom Islam erfahren – über die Zeitung, jeden Tag –, was möglicherweise passiert, wenn diejenigen, die den Islam vertreten, hier in irgendeiner Form Macht ausüben könnten. Die lesen: da werden Frauen gesteinigt, den Leute werden die Hände abgehackt, Homosexuelle werden enthauptet, usw. usf. Die ganze Scharia. Davor haben die Leute Angst. Und die denken, Sarrazin habe dies artikuliert. Das hat er aber gar nicht, sondern er hat seinen genetischen Wirrwarr verzapft.

Wenn wir sagen und miteinander diskutieren würden, statt uns gegenseitig Schuld zuzuweisen, dass wir von den Muslimen und ihren geistigen Führern verlangen, dass sie endlich einmal klar machen, dass die Scharia nicht das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland werden kann, sondern dass das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland das Grundgesetz ist und bleibt – und zwar auch für Muslime! -, dann würden wir einen Beitrag leisten für unsere eigenen Landsleute, dass sie keine Angst haben müssten vor einer Entwicklung, die sie zurecht nicht haben wollen.

Wir müssen uns endlich mit den geistigen Grundlagen des Islam auseinandersetzen, und von den islamischen Theologen verlangen, dass sie klar machen, dass das, was die Islamisten erzählen, nicht Gegenstand des Koran ist und auch nicht das, was Mohammed gesagt hat.“

2 thoughts on “Heiner Geißler: „Die Leute haben Angst vor der Scharia“

  1. Nein Herr Geißler! Wir müssen rein gar nichts und erst Recht nicht anderer Leute Glaube reformieren und uns mit dem Islam ausseinander setzen. Wir leben in einem sekulären (fast!) Staat und wer das nicht akzeptiert ist hier fehl am Platz.
    „… dass wir von den Muslimen und ihren geistigen Führern verlangen, dass sie endlich einmal klar machen, dass die Scharia nicht das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland werden kann…“ .
    Es kann uns ziemlich egal sein, was irgendein Imam in irgendeinem muslímischen Land predigt. Für uns hier in Deutschland gilt das Grundgesetz und unsere Rechtsordnung. Wer dagegen verstößt muss entsprechend bestraft werden. Nein Herr Geißler, die Leute haben keine Angst vor der Sharia. Sie haben nur die Nase voll von dem Political Correctness Maulkorb und der Multi-Kulti-Volksverdummung.

  2. Auch Heiner Geißler hat, wie die meisten Kritiker, offenbar das Buch von Sarrazin garnicht gelesen, denn darin steht im wesentlichen die Meinung, die er selber vertritt. Was er für genetischen Wirrwar hält, ist die Frage, ob sich die Herkunft und die Lebensumstände in der Genetik niederschlagen können. Das bezeifelt doch kein Wissenschaftler und niemand, der schonmal von südländischem Temperament gesprochen hat. Den Einfluss hält Sarrazin allerdings für gering. Die Juden kommen diesbezüglich bei Sarrazin besonders positiv weg, da es unter ihnen überdurchschnittlich viele Koryphäen gibt. Die Einwanderung von Fachkräften hält Sarrazin für dringend notwendig und schließt die Muslime mit ein, im Gegensatz zu mir. Wer die Gesetze des Koran erfüllt, kann nicht gleichsam dem Grundgesetz folgen. Über Steinigung und Hände abhacken steht nichts im Koran. Das steht in der Scharia. In einem hat Geißler Recht wir sollten uns mit den geistigen Grundlagen des Islam auseinandersetzen, auch Sie, Herr Geißler. Außerdem müssten Sie wissen, dass täglich deutsche Gerichte, vorwiegend im Familienrecht, nach der Scharia urteilen.