Bärbel Beuermann (Die.Linke) klagt an!

Bärbel Beuermann, die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Düsseldorfer Landtag, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Dortmunder Polizei!

In einem Interview mit dem Linkspartei-Presseorgan JUNGE WELT vom 8.9.2010 erhebt Beuermann schwere Vorwürfe gegen den Polizeieinsatz anlässlich der Nazidemo vom 4.9.2010 in Dortmund. So behauptet sie, das Polizisten ihr gegenüber folgenden Satz gesagt hätten: »Geh weiter, du Schlampe!« Ferner klagt sie an, das sie von Polizisten in den Nacken geschlagen worden sei. Erstaunlich, das von derartigen Übergriffen der Polizei kein anderes Medium als das Parteiorgan JUNGE WELT bisher berichtet hat. Ausserdem, so Beuermann, seien linken Demonstranten Piercings aus den Ohren gerissen worden–von der Dortmunder Polizei!

In dem Bericht, der auf der Fraktionsseite der Linken NRW veröffentlicht wurde, hat Frau Beuermann einen Link zum JUNGE-WELT-Interview hinterlegen lassen, der lediglich auf die Startseite des linken Presseorgans führt. Vermutlich zur Werbung der für sie bevorzugten Zeitung. Hier aber der richtige Link auf den Artikel in der JUNGE‘ N WELT.

Am Tage der Nazi-Demo und der entsprechenden Gegendemos hatte die Twitter-Seite Dortmund stellt sich quer in vielen Kommentaren immer wieder von BULLEN geschrieben und dazu aufgerufen, die BULLEN entsprechend zu provozieren.  Dies kann HIER nachgelesen werden. Dieser Blog war auch der offizielle Kanal der NRW-Linken. Gerade bei der Linksjugend „Solid“ ein viel genutzter Dienst an diesem Tage. Dort stimmte sich die LINKE auf den Tag ein und verteilte stets aktuelle Lageberichte.

Frau Beuermann scheint in ihren Anschuldigungen zu vergessen, das es die so genannten „Bullen“ mit teilweise auch aggressiv eingestimmten Antifa’s der Linken zu tun hatten. Die LINKE NRW scheint zu vergessen, das hinter den Uniformen und Schutzhelmen der BULLEN, Menschen für die allgemeine Sicherheit tätig waren. Diese BULLEN hatten sich auf alles einzustellen, auch auf Anschläge seitens der Nazis.

Auf der Landesseite der NRW-Linken (oben rechts) finden sich einige Fotos, die die angebliche brutale Polizeigewalt demonstrieren sollen. Allerdings geben diese Fotos wenig von der Brutalität der Polizei wieder, wie von der Linken NRW behauptet. Und wozu wurden sie dort veröffentlicht?

Frau Beuermann sollte bedenken, das PolizeibeamteInnen Staatsbürger sind und keine BULLEN! Diese BeamtenInnen sorgen auch für den Schutz einer linken MdL Beuermann.

Was die Linke, was Frau Beuermann, hier betreibt, ist Stimmungsmache und Propaganda der untersten Stufe. Statt sich bei linken Medien über PolizistenInnen auszulassen, sollte sie vielmehr das Gespräch mit denen suchen. Das es sicher auch nervöse Reaktionen seitens der Sicherheitsorgane gegeben hat, ist vermutlich unbestreitbar. Aber letztlich ist es auch dem Konzept der Polizei zu verdanken, das dieser 4. September 2010 in Dortmund einigermassen friedlich vonstatten ging.

Wie es eine MdL Beuermann mit der bundesdeutschen Verfassung grundsätzlich hält, ist diesem Artikel zu entnehmen.  Diese linke NRW-Landesgruppe ist in der Tat weder regierungs- noch koalitionsfähig. Da hat MP Hannelore Kraft ganz eindeutig recht behalten!

Von Interesse dürfte die Stellungnahme der Dortmunder Polizei, aufgrund der gemachten Vorwürfe, sein.

3 thoughts on “Bärbel Beuermann (Die.Linke) klagt an!

  1. dietmar koschmieder Do, 16 Sep 2010 at 10:33:42 -

    liebe kollegen,

    die junge Welt ist keineswegs ein „Linkspartei-Presseorgan“ oder ein „Parteiorgan“, wie Sie schreiben. junge Welt gehört einer Genossenschaft (ähnlich organisiert wie die taz) und begleitet die Arbeit der Partei der Linken kritisch. Frau Beuermann erklärt gleich zu Beginn des Interviews, daß es besonnen handelnde Beamte gab, aber eben auch andere. In keinem Fall spricht sie (oder die junge Welt) von Bullen. Schade, daß andere Zeitungen von den Übergriffen nichts melden. Sowas ist Aufgabe kritischer Berichterstattung, egal wo man sich politisch verortet.
    dietmar koschmieder, junge Welt

    Antwort:

    @Dietmar Koschmieder: Selbstverständlich hat Frau Beuermann in dem erwähnten Interview das Wort „Bullen“ nicht geäussert. Dies bezog sich auf den Twitter-Dienst, wie dort nachzulesen ist. In dem Artikel wird auch dieses keinesfalls behauptet, das Frau Beuermann dieses Wort benutzt hat. Aber in dem Twitter-Dienst wird es laufend. Sympathisch wäre, Frau Beuermann und ihre GenossenInnen würden sich dieses Sprachgebrauchs distanzieren. Das die JUNGE WELT kein Linkes Presseorgan ist, nehme ich natürlich zur Kenntnis. Mittlerweile gibt es durch u.a. Frau Beuermann eine kleine Landtagsanfrage zu diesem Vorgang, wie Sie sicher wissen. Vermutlich ist das ein Grund, warum andere Medien bisher nichts berichtet haben. (Uns ausgenommen!). Detlef Obens