Loveparade/Duisburgs Alt-OB Krings zur Ratsentscheidung: „Es fehlt an der richtigen Geste“

Essen (ots) – Nach dem gescheiterten Abwahlverfahren gegen Oberbürgermeister Adolf Sauerland beklagt Duisburgs Ex-OB Josef Krings mangelnde politische Sensibilität. „Die Abstimmung im Rat ist die eine Wahrheit für die Politik. Aber die Menschen spüren, dass es an der richtigen Geste zur richtigen Zeit gefehlt hat – genau das hat Sauerland nicht hinbekommen“, sagte Krings der in Essen erscheinenden Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (Dienstagsausgabe). „Duisburg ist schwer angeschlagen, und ich weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Sauerland wird sich vor jeder öffentlichen Veranstaltung fragen müssen, ob die Leute pfeifen. Ein normales Verhältnis zwischen ihm und den Menschen in der Stadt wird kaum noch herzustellen sein.“ Zu den Bestrebungen zweier überparteilicher Gruppierungen, die nach einer Alternative zu Sauerland suchen, sagte Krings: „Das ist politisch sehr schwierig, weil wir nun einmal die Ratsentscheidung für Sauerland haben. Es könnte aber sein, dass hier in Duisburg eine Art Gauck-Effekt eintritt. Nämlich, dass für eine bestimmte Zeit jemand auftritt und die Stadt nach außen vertritt und die Menschen eint. Das ist noch sehr theoretisch und ich kann mir im Moment niemanden konkret vorstellen. Aber ich will mich an dieser Diskussion gern beteiligen.“

2 thoughts on “Loveparade/Duisburgs Alt-OB Krings zur Ratsentscheidung: „Es fehlt an der richtigen Geste“

  1. „Zu den Bestrebungen zweier überparteilicher Gruppierungen, die nach einer Alternative zu Sauerland suchen …“

    Da habe ich wohl etwas nicht mitbekommen, (kann gut sein). Gibt’s irgendwo einen Artikel über die beiden Gruppen oder irgendwelche Informationen?

  2. Ob die Abstimmung rechtens war bewage ich zu bezweifeln.
    Wer ist die Frau neben dem Bürgermeister?
    Ist es die Rechtsanwältin von Sauerland?
    Wenn ja, dann war dies eine schwere Beeinflussung des Rates, da der OB selbst nicht an der Sitzung teilnehmen durfte. Somit hätte er dann quasi seine Vetretung entsendet, die seine Position einnahm.
    Ich kenne zwar nicht die Kommunalverordnungen usw. von NRW bzw. von Duisburg, stelle mir aber die Frage ob der Bürgermeister, also nicht Sauerland, dem Rat zugehört und somit auch stimmberechtigt ist.
    Wäre es für die Räte, die für die Abwahl gestimmt haben nicht sinnvoller, gemeinschaftlich zurück zu treten?