Streit um Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach (CDU)

Berlin (ots) – 9. September 2010. Publizist und N24-Moderator Michel Friedman hat der Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach vorgeworfen, sie wolle den Polen die Schuld am deutschen Angriffskrieg geben. Dem Nachrichtensender N24 sagte Friedman:

„Dies ist ein politischer, aber auch historischer Skandal. Zu versuchen, die eigene historische Schuld des deutschen Angriffskrieges jetzt kausal den Polen in die Schuhe zu schieben, ist eine weitere Provokation nicht nur im deutsch-polnischen Verhältnis, sondern ein weiterer Eklat um Frau Steinbach, die seit Monaten und Jahren immer wieder versucht, revisionistische und auch hochgefährliche geschichtliche Aussagen zu verändern und zu relativieren. (…) Dies jetzt noch einmal in einer Fraktionssitzung der Union im Bundestag zu formulieren, ist eigentlich nicht hinnehmbar.“

Auch über einen Parteiausschluss Steinbachs sollte sich die Union Gedanken machen, sagte Friedman, der selbst CDU-Mitglied ist:

„Die Fraktionsführung der Union und die Union selbst muss sich die Frage stellen, wie lange sie in ihrer Reihe jemanden hat, der die Geschichte Deutschlands, Europas aber damit auch des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges in einer Art und Weise beschreibt, wie wir sie normalerweise nur vom rechten Rand kennen.“

Comments are closed.