Linken-Schatzmeister Sharma für Verzicht auf Partei-Gehalt

KlausErnst_august09_b1300px Lübeck (ots) – Lübeck – Der Bundesschatzmeister der Linken, Raju Sharma, spricht sich in der parteiinternen Debatte über die Vergütung von Führungsmitgliedern für einen Zulagen-Verzicht aus. "Ich finde, dass tatsächliche Aufwendungen erstattet werden müssen, genauso wie ein realer Verdienstausfall, mehr nicht", sagte Sharma der Online-Ausgabe der "Lübecker Nachrichten" (www.ln-online.de/luebeck).

In der Linkspartei gibt es Unmut darüber, dass der Vorsitzende Klaus Ernst zusätzlich zu seinen Abgeordnetendiäten und einer Fraktionszulage noch einen Zuschlag aus der Parteikasse erhält. Insgesamt addieren sich die Bezüge von Ernst auf gut 13.000 Euro. Sharma, der für Schleswig-Holstein im Bundestag sitzt, hat als Bundesschatzmeister auf das Zubrot der Partei verzichtet. Er bekomme "eine ordentliche Diät", die ihn nicht zwinge, noch nebenbei etwas zu verdienen. "Und nicht zuletzt hätte ich als Bundesschatzmeister ein Problem, unseren vielen ehrenamtlichen Funktionären zu erklären, wieso ausgerechnet ich als Vollzeitparlamentarier von den mühsam ersparten ‚Arbeitergroschen‘ noch ein Extrasalär bekomme", begründete der 46-Jährige Jurist aus Eckernförde seinen Verzicht.

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