Arbeitsrechtler hält Abberufung Sarrazins für schwierig

Berlin (ots) – Der Arbeitsrechtler Bernd Rüthers sieht Schwierigkeiten für die Abberufung von Thilo Sarrazin aus dem Vorstand der Bundesbank. Sarrazin habe mit seinem Buch und seinen Interview-Äußerungen „keine erkennbaren dienstlichen Verfehlungen begangen“, sagte Rüthers, der auch Experte für Kündigungsrecht ist, dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel (Samstagausgabe).

Dazu müsse Sarrazin schon „Geschäftsfelder der Bundesbank nachhaltig geschädigt haben“. Dies wäre etwa der Fall, wenn Aussagen zu einer angeblichen rassischen Minderwertigkeit Geschäftsbeziehungen mit dem arabischen Raum negativ beeinflussten. „Das kann man für möglich halten, das muss man aber nachweisen“, sagte Rüthers. Sarrazin aus dem Bundesbankvorstand zu werfen, werde „ein mutiger politischer Kraftakt“, für den der Bundespräsident sich „mindestens drei Monate Zeit nehmen“ solle.

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