Loveparade: Wer ermittelte wann, wie die Veranstaltungsfläche mit 110.500qm?

0 War die tatsächliche Netto-Veranstaltungsfläche gar kleiner als 90.000qm?
In den 43 Anlagen der Stadt Duisburg zum Zwischenbericht wird immer wenn es um die Netto-Veranstaltungsfläche geht eine circa Angabe gemacht: ca. 110.000. Im Brandschutzkonzept (Anlage 33) vom 22.07.2010 steht gar ca. 110.500 qm. Aber wer hat diese Zahl ermittelt?
Hat die Stadt Duisburg diese Angaben des Veranstalters, bzw. Flächennutzungsänderungs Antragsstellers geprüft? Allein in der Anlage 3 gibt es einen Plan, der von einem Vermessungsingenieurbüro erstellt wurde – dieser gibt ohne klare Begrenzungen einer Fläche, die scheinbar über verschiedene Flurstücke hinweg geht eine Flächenangabe von ca 258.895qm an. Der Plan ist zudem ohne Maßstab.
Wenn man den Lageplan (Anlage 1) aus der PDF-Datei extrahiert und in ein CAD Program importiert und dort so im Größenmaßstab und Orientierung skaliert, das die Angegebene Maßketten 233m, 290m 110m 288m mit der Zeichengröße übereinstimmen, kann man entlang der Zäune und außen liegenden Verkaufsstände die Veranstaltungsfläche ermitteln. So kommt man auf 89.230qm.
Skaliert man Lopa-Masterplan in dem CAD Program auf den bereits skalierten Lageplan und vermisst die dort angegebenen schraffierten Flächen der Veranstaltungsfläche (selbst inc. der Flächenteile, die hinter einem Zaun liegen) so kommt man auf 92.838qm
Bei beiden müssten noch Verkehrsflächen auf dem Gelände, Stand, Absperr- und Fahrflächen der LKWs, Verkaufsstände abgezogen werden. Alleine die Zugangsflächen zur Südbühne machen ca 6.600qm aus. Auch ist fraglich, ob die Fläche im Nordosten für Publikum attraktiv war und als Veranstaltungsfläche zählbar – genau jene Fläche nannten VIPs wie Pleitgen: „ich sah noch freie Flächen“.
Selbst wenn man die zwei Flächenangaben nicht auf eine Nettofläche nicht reduziert:
die Angegebenen ca 110.500qm sind 17% mehr als 93.839qm und 23% mehr als 89.230qm.
Wie in http://xtranews.de/2010/08/21/duisburg-kein-rettungswegeplan-bei-250-000-besucher-lageplan-mit-eingezeichneten-rettungswegen-geheim/ bereits geschildert erhöhte die untere Baubehörde die Anzahl zulässiger Besucher bei einer angenommenen Fläche von 110.000qm von 220.00 auf 250.00 weil sie fälschlicherweise (vorsätzlich) den Sicherheitsfaktor für die Entfluchtungsanalyse (plus 12% ) mit dazu genommen hat.
Die Flächenangabe der zweite Fall von systematischer Trickserei um die Anzahl der genehmigten Besucher zu erhöhen?
93.830 qm entsprächen 187.660 zulässigen Besucher = 62.340 weniger als fälschlicherweise genehmigt,
89.230qm entsprächen 178.460 zulässigen Besuchern sogar = 71.540 weniger als die fälschlicherweise genehmigte 250.000!
Konsequenz:
Bereits 60% von 250.000 führten zu einer durchschnittlichen Füllung des Veranstaltungsgeländes mit 2 Personen pro Quadratmeter (und das ohne oben angesprochene zusätzliche Flächenabzüge).
Auf http://www.dokumentation-loveparade.com/themen/auslastung-gelaende steht seit Montag vom Veranstalter geschrieben:
Am Veranstaltungstag war das Gelände zu keinem Zeitpunkt zu 100% mit Besuchern ausgelastet. Dies ergibt sich aus der Auslastungsliste, die auf den Angaben von Polizei, Stadt und Veranstalter basiert.
Dies ist eine Nebelkerze – denn nicht die Auslastung des gesamten Geländes, sondern einzelne Bereiche und seiner Zugänge sind relevant und kritisch – wenn interessiert ein Durchschnittswert vom gesamten Gelände? Und was bedeutet 100%? Mündige Menschen sollten sich die Anlage 37 ansehen!
Kann der Veranstalter bis heute nicht die genaue Anzahl der Besucher nenen?
Mit dieser Recherche sehe ich Grund genug für weitergehende Ermittlungen und Recherchen:

  • Wer ermittelte wann, wie die Veranstaltungsfläche mit 110.500qm?
  • Welche Nettoveranstaltungsfläche (nachh üblichen Abzügen für Verkehrsflächen) stand wirklich zur Verfügung?

Ich bitte die Medien die genehmigte Anzahl von 250.000 Besuchern für das Veranstaltungsgelände nicht unkritisch zu übernehmen.

Auschnitt Brandschutzkonzept (Anlage 33, Seite 18) mit Detail zur Fläche:

1

Veranstaltungsfläche per EDV abgeschätzt, basierend auf Lagepalan (Anlage 1)

2

Veranstaltungsfläche per EDV abgeschätzt, basierend auf Masterplan von Webseite live.loveparade.com:

3

Weitergehende Artikel z.B.:
http://xtranews.de/2010/08/29/analyse-wie-und-von-wem-wurden-die-besucher-der-loveparade-gezaehlt/
http://xtranews.de/2010/08/21/duisburg-kein-rettungswegeplan-bei-250-000-besucher-lageplan-mit-eingezeichneten-rettungswegen-geheim/
"http://xtranews.de/2010/08/11/gastkommentar-das-mit-dem-bauzaun/
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8 thoughts on “Loveparade: Wer ermittelte wann, wie die Veranstaltungsfläche mit 110.500qm?

  1. Ich glaube wenn man das große leer eingezäunte Stück rechts neben dem Bereich der Südbühne dazuzählt bekommt man bis zu ~25.000 qm dazu und kann so also auf gut 110.000 qm kommen (hab kein CAD, aber Google Earth kann das auch per Grafiklayer und Polygonwerkzeug).
    Da sind auch keine Bauzäune eingezeichnet, die klarmachen dass dieses Gebiet nordöstlich wirklich unzugänglich sein soll. Man sieht lediglich eine Kette von Gastro-Ständen zwischen denen man theoretisch durchlaufen könnte.

    Luftbilder der Veranstaltung zeigen natürlich, dass die Fläche definitiv leer blieb, also wohl wirklich nur 90.000qm genutzt wurden. Hier wäre nochmal ein Fachmann gefragt was der Plan hier tatsächlich aussagt. (Die auf dieser Fläche fehlenden Sanitäranlagen etc deuten allerdings auch darauf dass diese Fläche nicht eingeplant war)

    Vielleicht herrschte während der Planung sogar ein hin & her ob man die Fläche nutzen könne oder nicht und am Ende reichte die Zeit nicht mehr, sie einzuebnen?

    • Hallo Enum,

      danke für deinen Kommentar 😉

      Diese Fläche
      – hat keine Notausgänge
      – wird vom Veranstalter selbst nicht als Veranstaltungfläche
      betrachtet
      – Entfluchtungsanalyse 10-1405_2_Anlage_49.pdf
      13.07.2010 Eingang Stadt 19.07.2010 Seite 48:
      diese Fläche ist nicht Teil der betrachteten Veranstaltungsfläche

      BTW Bereits die Betrachtung der Seite 48, das die gesammte Fläche
      gleichmäßig mit 2Personen/qm gefüllt ist ist sehr (zu) modellhaft.

      Aber Du hast mich auf eine Idee gebracht – die Skizze der Seite 48
      werde ich mal wie die obrigen Pläne vermessen.
      Im Entfluchtungsplan ist noch ein Zugang zur Südbühne westlich
      der kleinen Rampe eingezeichnet.
      Der Veranstalter ist mit seinem Bauantrag gemäß Lageplan also wesentlich von der Flächenuntzung der Entfluchtungsanalyse abgewichen, weder der Brandschutzgutachter noch der untere Baubehörde ist dies Aufgefallen.
      Danke!

      Gruss b

    • Hallo Peter,

      danke für den Link – die Diskussion auf wordpress.com hatte ich nicht verfolgt,
      sondern mich ständig gefragt, wer die Quelle für 110.000qm war.

      In dem wordpress.com Forum schreibt der User „Pemue“
      # Nun, zwischenzeitlich hat xtranews.de meine Anregung aufgegriffen. Hatte
      # denen am 30. eine Mail geschickt.
      Die Info hatte ich von XN nicht als ich die Gelände vermessen habe.

      Sehr interessant sind die Ergebnisse von Pemue:
      # Und macht man sich die Mühe, kommt auf eine Gesamt-
      # Veranstaltungsfläche von 93.000qm und nicht auf 110.000qm.
      Das deckt sich mit meinen 93.839 qm 😉

      Gestern hatte ich Thomas ein Update gesendet, das leider noch
      nicht online ist – im der Entfluchtungsanalyse hatte eine dritte
      Version der Veranstaltungsfläche mit ca 107.688qm (nahe an 110.000qm).

      Den Masterplan von live.loveparade.com würde ich übrigs nur mit Vorsichtig
      betrachten, da dieser nach dem 24.07.2010 erstellt worden sein kann.

      Gruss
      b

  2. Ich habe den auf lopavent.de veröffentlichten Masterplan auch mal genutzt um die tatsächliche Größe zu ermitteln.

    Die Bruttoveranstaltungsfläche ohne Zugänge ergibt sich bei mir mit: ca. 91.000 m2

    Die Flächen Tunnel West + Ost + Rampe ergeben ca. 12.000 m2. Die kleine Rampe wurde nicht berücksichtigt.

    Alle Werte wurden mit AutoCAD 2010 per referenziertem PDF ermittelt. Der Fehler wird mit +-5% angenommen.

    Flächen für Floats und Dixiklos sind nicht herausgerechnet, liegen aber sicherlich im angenommenen Fehlerintervall.

    Resultierend ergibt sich eine Größe von ungefähr 98.000 – 108.000 m2 inklusive der Tunnel- und Rampenfläche unter Berücksichtigung deren Zugehörigkeit zur Versammlungsstätte.

  3. Gute Arbeit, xtranews!

    Ich wuerde sehr gerne den Brief hier gepostet wissen, auch wenn er nicht unmittelbar hiermit zu tun hat, den ich gestern an das Bundeskanzlerinnenamt, an den Bundespräsidenten, an den Ministerpräsidenten und den Kultusminister NRW, in Kopie an die Geschäftsfuehrer Ruhr.2010 sowie an Asli Sevindim, an die DMG, das Festivalbuero, an Janssen, Dressler, Geer, Rabe, Sosic und an Sauerland.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    viel Skandalöses in Duisburg.

    Und auch die Einladung der Hinterbliebenen der Love Parade Opfer seitens Fritz Pleitgen, dem Geschäftsfuehrer von Ruhr.2010.
    Wie Sie alle wissen hat sich bislang niemand in der Öffentlichkeit entschuldigt, ebenso wenig sich seiner Verantwortung gestellt,
    abgesehen von Fritz Pletigen, der von seiner moralischen Verantwortung sprach. Das aber reicht nicht aus! Herr Pleitgen hatte
    nicht nur enormen Druck auf die Duisburger Stadtregierung ausgeuebt, er hat die Stadt bei der Planung auch völlig alleine gelassen. Ich kann nicht glauben, dass er nicht gewusst haben will wo die Veranstaltung stattfinden wird, in welchem Zustand sich das Gelände befindet, unter welchem Umstand dort gefeiert werden soll, wie man dort hinkommt und fuer wie viele Menschen das Gelände ausgerichhtet ist. Ich bin mir sicher, dass sowohl der Duisburger Fritz Pleitgen dies alles wusste und auch die bei Ruhr2010 tätige, ebenfalls aus Duisburg stammende, Asli Sevindim. Beide kennen diesen Tunnel. Beide wussten, dass 200-300.000 in diesem gequetscht zu stehen haben, denn das ist jedem klar, der die Örtlichkeit kennt. Jedem war klar, dass die Massen nicht auf den Straßen davor werden warten können und duerfen. Jeder weiß bescheid ueber Haftungsfragen und Versicherungsausschluesse.

    Während der Bauarbeiten wurde circa drei Wochen vor der Veranstaltung aufwendig eine Fliegerbombe entschärft. Auch dies fuehrte zu Verzögerungen. Musste deshalb noch am 24.7. planiert werden?

    Nicht nur, dass Ruhr.2010 sowohl auf ihrer Essener als auch auf Ihrer Duisburger Seite (inkl. der von Duisburg Marketing GmbH) bis zum Schluss damit warben, dass 1,4 Millionen Jugendliche erwartet wuerden und alle wusste, dass man real nur von 400-500.000 Gästen ausging dies alles bekannt gewesen war, war man fleißig weiterhin daran beteiligt diese Zahl zu propagieren, um letztendlich auch 1,4 Mio (oder gar mehr?)l der Europäischen Kultur Kommnission in Bruessel zu melden.

    Wie auch andere mit Sicherheit gefälschte Besucherzahlen bei den beliebten Ruhr2010 Megaevents. So hieß es beispielsweise bei den diesjährigen Duisburger Akzenten, ebenfalls als ruhr2010-Projekt deklariert, dass bei der Eröffnungsveranstaltung am 21.5. auf der Mercatorinsel, zu der Las Furas del Baus aus Barcelona eingeladen worden waren, 800.000-1 Millionen Menschen wuerden erwartet, da kostenfrei und auf der frisch fertig gestellten ehemaligen Erzinsel. Fakt aber war, dass lt. einem Pressereporter von Duisburg Marketing GmbH berichtet wurde, es wären nur knapp 23.000 Leute da gewesen.

    Man fragt sich, welche Zahlen Bruessel gemeldet werden und ich hoffe sehr, dass Sie das ueberpruefen lassen, denn es ist klar, dass es nur um ein Ranking in Sachen Besuerzahlen geht und um die Fragen: Lassen sich die Zahlen aus den Vorjahren toppen?, Gelingt es uns mehr Besucher anzuziehen als Istanbul? mehr als Pesc sowieso!

    Dass es aber bereits zu einer Katastrophe am 21.5. hätte kommen können wird verschwiegen. Fakt war, dass die frisch eingeweihte Teppe, die von der Bruecke am Kopf der Halbinsel hinunter fuehrte noch ueberhaupt nicht genehmigt und TUEV abgenommen worden war, da sie noch nicht den Sicherheitsvorschriften genuegte! Ordner hatten darauf zu achten gehabt, dass sich zu keiner Zeit mehr als 50 Personen auf ihr befanden. Wehe, diese mies bezahlten, oft ungelernten Leute hätten sich verzählt! Zum Glueck ist es gut gegangen.

    Auf der diesjährigen LoPa nicht, obwohl es sowohl bereits zwei Mal in Essen und auch in Dortmund beinahe zu Katastrophen wegen Engstellen hätte kommen können, was bekannt war, nicht nur Lopavent. Entgegen aller Warnungen etc.pp.

    Es ist sträflich und schändlich, dass Herr Pleitgen die Love Parade in Duisburg durchziehen wollte, ohne dass es ihn interessierte, dass es kein geeignetes Gelände gibt, dass die Infrastruktur fehlt, dass der Hauptbahnhof dafuer ueberhaupt nicht ausgerichtet ist, dass es dann, als bekannt war, welches Gelände es sein wuerde, dies nicht abgelehnt wurde wegen einer
    unwuerdigen Umzäunung, noch dazu mit einem riesigen Polizeiaufgebot, sodass die Gäste sich fuehlen wie Feinde. Es war fuer so viele ein kriegsähnliches Erlebnis in Duisburg zu sein! Das Gelände sah aus wie ein Arbeitslager. Die Menschen sind, entschuldigen Sie, krepiert wie in einer Gaskammer: sie sind erstickt, sie wurden zerquetscht, man hat ihre jungen Körper in fuenf Schichten gefunden.

    Adolf Sauerland und Kollegen werden am 12.9. auch im Landschaftspark Nord sein, natuerlich genauso in der ersten Reihe wie die „Ehrengäste“, die Hinterbliebenen. Das ist unerträglich! Aber selbst wenn zu Beginn eine Minute geschwiegen wird, muessen sich diese Menschen (gemeint sind nicht die regierenden Unmenschen in Duisburg) u.a. folgendes anhören, Zitat:
    „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis; Das Unzulängliche, hier wird’s Ereignis; Das Unbeschreibliche, hier ist´s getan.“

    Frau Kraft, Sie waren die Einzige, die bislang Worte des Zuspruchs gefunden hat, am Trauerfeiertag. Niemand, außer Herr Schaller (bild.de, Video) hatte das vermocht. Auch wenn sich andere BRD-Vertreter betroffen zeigten, was aber ja das Mindeste darstellt. Die politische Kaste in dieser Stadt versagt vollends, nicht nur auf CDU-Ebene. Es ist ein ueberparteiliches Problem, offensichtlich wird, dass ein Einparteiensystemkomplott herrscht, auch wenn das Ganze nun – erneut wuerdelos fuer die Opfer – politisch ausgeschlachtet wird. Die NPD ruestet sich, Pro NRW ist schon da und baut seine Strukturen auf. Herr Sauerland lässt zwar eine Moshee bauen, die das „Wunder von Marxloh“ genannt wird, er erlaubt aber auch der NPD, mitunter sogar zwei
    Mal pro Jahr(!) aufzumarschieren und zwar auf einer festen Route, u.a. auf der Neudorfer Grabenstraße; es fehlt noch, dass diese Sauerland offiziell umtaufen lässt in, sagen wir mal, NPD-Allee. So geschieht es dann auch, dass sich die NPD offiziell mittags an einem 24. Dezember am Hauptbahnhofvorplatz versammeln darf, am Heiligabend! Sind das CDU-Gebaren? Sollte die CDU nicht
    christlich sein? Und, wer wird von der Polizei demonstrativ gefilmt, wenn die NPD marschiert? Nein, nicht etwa die „Demonstran- ten“, sondern der Teil der Bevölkerung, der fassungslos am Straßenrand steht und nicht weiß, wie ihm geschieht.

    Ich selbst habe es erlebt, dass glatzköpfige Polizisten mich dreist angrinsen, während sie die Kamera auf mich gerichtet halten. Ich betone es: ich stand nur am Straßenrand! Viele Gegendemonstranten, die am Bahnhof waren berichteten, dass die Polizisten die „Demo“ abgesichert hatten, die NPD unter Polizeischutz genommen haben! Im Auftrag, unter Geleit des Oberbuergermeisters?

    Adolf Sauerland hat dieses Jahr aber auch der vom Verfassungsschutz beobachteten Milli Görues erlaubt eine riesige Versammlung auf Europaebene (!) in der Mercatorhalle abzuhalten. Es ist bekannt, dass diese Gruppierung antisemitisch, nationalistisch, faschistisch, verfassungsfeindlich etc. ist, aber auch, dass die ditib, die wiederum auch der Duisburger Moshee vorsteht mehr als nur mit dieser sympathisiert und „Tee trinkt“.

    Adolf Sauerland hatte mehrfach behauptet, auch persönlich vor laufenden Kameras, dass er und seine Familie Mord-
    drohungen erhalten habe. Eine Erklärung dafuer, dass er unter Poliizeischutz stuende. Vor etwa einer Woche äußerte er gegenueber derwesten.de, dass das nicht gestimmt hätte, dass das die Presse fälschlicher Weise gedruckt hätte.
    Noch immer aber wird heute bei rp-online.de von Gerhard Voogt diese Luege Sauerlands wiedergegeben. Ist er nur fehlinformiert? Und: warum wird dies von anderen Medien nicht thematisiert?

    Zurueck zum Anfang meines Schreibens. Dass nicht nur Pleitgen, Scheytt und Gorny, sondern auch Wolff, Ruettgers und dann der von diesem beauftragte Große-Brockhoff Druck ausuebten und sich der Kommune zwecks Realisierung der LoPa annahmen, ist bekannt. Aber auch um durchgeboxt zu bekommen, dass man trotz Haushaltssperre die Marketing-Kampagne finanziert bekommt, die daraufhin aber lediglich vorfinanziert wurde. Die Buerger der Stadt aber und auch der Rat wurden allerdings in dem Glauben gelassen, dass die LoPa nichts kosten wuerde. Eine weitere politische Luege auf großer Ebene, größer als vermutlich durchsickern soll.

    Wie kann man den Hinterbliebenen das nun antun bei solch offensichtlicher politischer Unrechtschaffenheit?

    Bislang haben die Hinterbliebenen keine Kondolenzbriefe aus Duisburg erhalten! Eine weitere Luege Sauerlands: Er hätte die Adressen nicht gehabt! Einzig und allein bei einer Familie ist er aufgetaucht, bei der Duisburger.

    Die internationale Presse nimmt Anteil und beobachtet die politische Unfähigkeit auf allen Ebenen. Beweisen Sie, dass dies nicht auf alle zutrifft. Wenn das Land NRW und der Staat Deutschland nicht wollen, dass es heißt, auch Sie hätten versagt, dann machen Sie bitte deutlich, dass die gewissenlosen, verantwortungslosen Dilettanten nur in Duisburg zu finden sind, auch wenn man weiß, dass dem nicht so ist. Setzen Sie eindeutige Signale und Botschaften!
    Die Welt schaut zu, und ich denke, Sie wissen das.

    Verweigern Sie Ihr Kommen am 12.9., kontaktieren Sie die Hinterbliebenen, machen Sie Sauerland mehr als deutlich, dass er sofort zuruecktreten muss, nehmen Sie die anderen Dezernenten in die Pflicht, glauben Sie keinen gekauften Gutachten, verbieten Sie solches Gebaren, beweisen Sie Moral und Ethos. Retten Sie, was zu retten ist, stellen Sie die Geschäftsuehrung von ruhr.2010 mehr als nur zur Rede, da auch dort massiv gelogen wird, tun Sie alles, was Sie tun können!

    Machen Sie bekannt, dass die Duisburger Bevölkerung fuer PR-Berater, Anwälte, Mercedes-Limousine, Sauerlands Dachterasse auf dem Rathaus (google earth), Love Parade und vieles andere mehr finanziell aufzukommen hat, man die Menschen aber im Glauben lässt, es beträfe sie nicht und es gehe sie auch nichts an. Machen Sie deutlich, dass die Kommunen = die Städte fuer die Menschen da zu sein haben, dass wir das Recht haben lueckenlos ueber alles informiert zu werden, dass wir nicht betrogen werden wollen und dass wir keine mafiösen Strukturen dulden.

    Auch muessen die Ruhr.2010-Machenschaften offiziell angeprangert werden, deren Marketingluegen, deren Unverantwortlichkeit. Das Ruhrgebiet, NRW, Deutschland haben mit Ruhr.2010 versagt, da es unlauter vorgeht und es nur um eigene Karrierreinteressen, Profilierungssucht und Gier geht.

    Am Beispiel Duisburg wird deutlich, wie sehr Regierungen Komplotte mit Großkonzernen eingehen. Das Ausmaß der konspirativen Energie ist nicht zu ermessen. Zeigen sie durch entscheidungswilliges, konsequentes, ethisches
    Handeln, dass Sie solch ein Versagen auf kommunaler Ebene nicht dulden.

    Mit freundlichen Grueßen

    Felix Licht

  4. Was für ein schrecklich Tag. Hoffentlich passiert das nie wieder. Und immernoch wurde niemand zur Verantwortung gezogen, das ist einfach unfair! Gerade für die Leute, die einfach nur Spaß haben wollten und unschuldig gestorben sind.