Pakistan: Malteser bereiten medizinische Hilfe für Punjab vor

Köln/Islamabad (ots) – Am Samstag, 28. August, reist die Kölnerin Ruth Göhlen für die Malteser nach Pakistan. Die 48-jährige Pakistanexpertin wird ein Erkundungsteam in den Punjab leiten, um auch dort medizinische Hilfe für die Flutopfer vorzubereiten. Drei medizinische Teams, bestehend aus Ärzten, Krankenschwestern, Hebammen und Gesundheitsarbeitern, sollen sowohl als mobile medizinische Teams eingesetzt werden, als auch medizinische Versorgung in den Flüchtlingslagern übernehmen.

„Die medizinische Versorgung reicht bisher vorne und hinten nicht“, betont Roland Hansen, Leiter Asienabteilung der Malteser in Köln. „Die Weltgesundheitsorganisation hat uns daher gebeten, auch in Kohistan im Norden Pakistans zwei zusätzliche medizinische Teams einzusetzen“, so der Pakistankenner. In der vergangenen Woche hatten die Malteser ihre Nothilfe angesichts der hohen Betroffenenzahlen schon mehrfach erweitert und Nahrungsmittel, Trinkwasser sowie so genannte Non-Food-Items und Hygiene-Kits im Swat-Tal bereitgestellt. Aufgrund der zunehmenden Durchfallerkrankungen durch verseuchtes Wasser und die beengte Unterbringung der Flutopfer sind zudem Hygieneteams im Swat-Tal unterwegs, um die Menschen über die Gefahren im Umgang mit verschmutztem Wasser aufzuklären und Hygiene-Kits mit Seife und Handtüchern zu verteilen.

Die fünf medizinischen Teams der Malteser sorgen weiterhin auch in den noch nicht mit Geländefahrzeugen zu erreichenden Gebieten im Swat-Tal für die medizinsiche Behandlung der Opfer. Damit engagieren sich die Malteser in Pakistan jetzt mit einem Projektvolumen von mehr als drei Millionen Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Die Gelder setzen sich zusammen aus Spenden (eigene Spenden, Aktion Deutschland Hilft und Spenden aus dem weltweiten Netzwerk des Malteserordens sowie aus finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes, des BMZ und der Vereinten Nationen). „Wir sind sehr dankbar, dass die deutsche Bevölkerung jetzt doch mehr für die Flutopfer spendet“, so Hansen. Er betonte jedoch, dass der Bedarf noch lange nicht gedeckt sei.

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