Bärbel Bas fordert klare Konsequenzen für die Krankenhaushygiene

Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas fordert klare Konsequenzen für die Krankenhaushygiene nach dem vermutlich durch verunreinigte Infusionen verursachten Tod von drei Babys am Universitätsklinikum Mainz.

„Diese furchtbaren Todesfälle müssen klare Konsequenzen haben“, sagt Bärbel Bas, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages. Bis zu 600.000 Menschen infizierten sich in Deutschen Kliniken jährlich mit Krankheitserregern und bis zu 40.000 Patienten sterben an den Infektionen. „Dieser Zustand ist für ein Land wie Deutschland völlig untragbar. Die große Mehrzahl der Menschen könnten durch einfache Maßnahmen noch am Leben sein“.

Die Gesundheitspolitikerin hatte bereits im April in einer schriftlichen Frage an die Bundesregierung den Vorschlag für einen hauptamtlichen Krankenhaushygieniker für jedes Krankenhaus ab 400 Betten benannt. Nur jede 10. Klinik in Deutschland beschäftigt einen Hygieniker. „Das reicht nicht. Wir brauchen einen Hygieniker in jedem Haus, eine Meldepflicht für Krankenhausinfektionen und endlich eine bundeseinheitliche Regelung zur Hygiene in Krankenhäusern. Krankenhäuser sind Ländersache, aber bislang haben nur fünf Länder eine Krankenhaushygieneverordnung erlassen. Da dürfen wir im Deutschen Bundestag nicht länger zuschauen.“

Für Bärbel Bas wären diese Maßnahmen zwar „kurzfristig mit Kosten für die Krankenhäuser verbunden, aber diese Investition in die Hygiene und das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten würde sich für die Kliniken durch weniger Pflegetage und geringere Kosten für Medikamente schnell auszahlen.“

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