Deutsche Bank schaltet sich in Karstadt-Gefecht ein

dbrr Das unwürdige Geschacher rund um den Karstadt-Verkauf wird noch unübersichtlicher. Nun mischt sich auch noch die Deutsche Bank ein – allerdings mit unterschiedlichen Signalen: Einerseits hatte Deutsche-Bank-Vorstand Jürgen Fitschen dem Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg vergangene Woche versichert, sein Haus werde alles für den Vertragsabschluss mit dem geplanten Käufer Nicolas Berggruen tun, so der Spiegel in einer Vorabmeldung für sein am Montag erscheinendes Magazin. Andererseits kämpft nun ausgerechnet eine Immobilientochter der Bank für Berggruens neuen Gegner, den italienischen Warenhausbetreiber Maurizio Borletti. Hintergrund: Das Karstadt- Vermieterkonsortium Highstreet wird von zwei Großaktionären dominiert – der Investmentbank Goldman Sachs und der DB Rreef, ein Immobilienfonds der Deutschen Bank. Zwischen den Partnern knirscht es seit kurzem. Während Goldman Sachs für eine Verständigung mit Berggruen plädiert, warb DB-Rreef-Direktor Andrea Vanni in einem Gespräch mit Görg für den Italiener. Görg aber will keine weiteren Gespräche aufnehmen. Borletti versucht trotzdem, Stimmung für sein Angebot zu machen. So soll der frühere SPD-Kanzleramtsminister Hans Martin Bury die Gewerkschaft Ver.di von dem Konzept überzeugen.

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