Kleinkrimineller steckt hinter vermeintlichem Anschlagsplan auf Merkel

merkel-migranten Hiesige Ermittler prüfen Hinweise aus Italien, Kanzlerin Angela Merkel könne während ihres Urlaubs in Südtirol, wo sie auch Bergsteigerlegende Reinhold Messner traf, ein Attentat von Neonazis drohen. Nach Erkenntnissen der Polizei im norditalienischen Bozen hat ein heute 50-jähriger Deutscher schon vor drei Jahren Kontakt zur dortigen Neonazi-Szene gesucht, angeblich mit dem Ziel, die Politikerin umzubringen, so der Spiegel in einer Vorabmeldung für sein am Montag erscheinendes Magazin. Die Rechtsradikalen hätten aber kein Interesse gezeigt. Nachdem der Mann vor einigen Wochen erneut nach Südtirol gereist war, seien die Ermittlungen wieder aufgenommen worden. Am vergangenen Freitag berichteten italienische Zeitungen über die angeblichen Terrorpläne. In Bremerhaven, wo der Verdächtige lange gewohnt hatte, bevor er kürzlich nach Niedersachsen zog, ist er allerdings nicht als Neonazi aufgefallen. Stattdessen gilt er dort als Kleinkrimineller, der die Ermittlungsbehörden mit Eigentums- und Drogendelikten beschäftigte. Zudem laufen Verfahren wegen Beleidigung und falscher Anschuldigung. "Vermutlich hat er sich gegenüber den Neonazis nur wichtig machen wollen", vermutet ein Bremer Ermittler. Auch die Bundesanwaltschaft hat nach eigenen Angaben keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung der Kanzlerin.

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