„MS Wissenschaft“ legt im Duisburger Hafen an

UDE – Vom 11. bis 12. August macht das interaktive Ausstellungsschiff von Wissenschaft im Dialog, die MS-Wissenschaft, Station in Duisburg (Innenhafen, am Kultur- und Stadthistorischen Museum). An Bord wird über aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Energieforschung informiert. Zahlreiche Exponate zeigen innovative Formen der Energiegewinnung, Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und neue Materialien für die Energietechnik.

Am 12. August diskutieren Experten mit den Gästen ab 18 Uhr über die Frage „Vom Feuerstein zum Antimaterie-Reaktor? – Energienutzung im Wandel der Zeit“. Von der UDE mit an Bord ist zum Beispiel Prof. Dr. Ferdi Schüth, CeNIDE-Mitglied und Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim. Gefragt wird danach, wie sich die Energienutzung durch den Menschen historisch entwickelt hat und weiter entwickeln könnte. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Auf dem Schiff ist ebenfalls eine CeNIDE-Arbeitsgruppe der UDE vertreten: Extra für diese Ausstellung fertigte das Fachgebiet Nanostrukturtechnik unter der Leitung von Prof. Roland Schmechel ein Exponat zum Thema „Thermoelektrik“ an. Dabei können Besucher selbst aktiv werden und mit Hilfe ihrer Körperwärme Dioden zum Leuchten bringen. Demonstriert wird, wie Wärmeverluste vermieden und die Effizienz von Thermogeneratoren erhöht werden kann.

Thermogeneratoren ermöglichen die Umsetzung von Wärmeenergie in elektrische Energie. Bei intelligenten Energiesparkonzepten können sie künftig eine große Rolle spielen, etwa um Abwärme von Automotoren, Lüftungsanlagen oder Beleuchtungssystemen effizient nutzen zu können. Bisher genutzte Materialien sind teuer und meist toxisch. Kostengünstige und umweltfreundliche Alternativen sind wegen ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit ineffizient.

Im DFG-Schwerpunktprogramm „Nanostrukturierte Thermoelektrika“ unter der Leitung von Dr. Gabi Schierning werden neue thermoelektrische Systeme mit nanostrukturierten Materialien entwickelt, die eine wesentlich höhere Energieausnutzung ermöglichen. CeNIDE-Wissenschaftler suchen nach Wegen, diese Forschungsergebnisse für die Industrie nutzbar zu machen.

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