Duisburg: „Bürgerkreis Gedenken“ will Erinnerung an die Opfer der Loveparade wachhalten

Duisburg – Der neu gegründete „Bürgerkreis Gedenken“ hat sich heute zum ersten Mal im Rathaus getroffen. Vertreter der bürgerschaftlichen Vereinigungen Bürgerstiftung Duisburg, ProDUISBURG, Stadtsportbund und des Hochfelder Vereins „Zukunftsstadtteil“, der Künstlerschaft, des Integrationsrates und der Stadtverwaltung haben darüber beraten, wie das Gedenken an die Opfer der Loveparade fortgeführt werden kann.

Kulturdezernent Karl Janssen bedankte sich zu Beginn der Beratungen bei den Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit großem Engagement für die Trauerstätte im Karl-Lehr-Tunnel und die Trauerarbeit eingesetzt haben. Gabriela Grillo von der Bürgerstiftung betonte, dass „wir alle dazu beitragen wollen, der Trauer einen würdigen Rahmen zu erhalten und gemeinsam ein Zeichen der Versöhnung zu setzen“.

Vereinbart wurde, dass der Tunnel an der Karl-Lehr-Straße im Rahmen einer sechswöchigen Trauerzeit bis zum 4. September 2010 für den Verkehr geschlossen bleibt. An diesem Tag soll im Rahmen einer Feier eine Gedenktafel im Tunnel angebracht werden. Die vielen Kerzen, Kränze, Trauergaben und Erinnerungszettel werden in einer gläsernen Vitrine gesammelt und bewahrt, die zur Erinnerung an das Unglück im Innenhafen zwischen dem Kultur- und Stadthistorischem Museum und dem Garten der Erinnerung aufgestellt werden soll.

Alle Gesprächspartner sind sich einig, dass es in Duisburg auch eine Gedenkstätte geben muss, die den Angehörigen der Opfer und auch den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt einen angemessenen Ort der Trauer bieten soll. Über die Realisierung der Gedenkstätte wird der „Bürgerkreis Gedenken“ weiter beraten. Zunächst treffen sich alle Beteiligten wöchentlich. Sie haben Gabriela Grillo und Karl Janssen zu Sprechern des Bürgerkreises ernannt.

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