NatureOne 2010

Nature One - Foto F. Otto

Nature One - Foto F. Otto

Sie ist vorbei, die Nature One 2010. Ein teils sehr heißes, teils nasses Wochenende mit viel lauter Musik, viel Lauferei aber vor allem viel Spaß. 55.000 Besucher kamen in diesem Jahr. Wesentlich weniger als im Vorjahr. Das mag zum einen daran liegen, dass Massen-Magneten, wie z.B. Deadmau5, Paul Kalkbrenner und Sven Väth diesmal nicht dabei waren, zum anderen aber wohl auch am Unglück auf der Loveparade.

Es war überall anwesend, ob auf T-Shirts, in Gesprächen oder während der Gedenk-Veranstaltung am Samstag im Camping Village, während der in fast jedem Zelt die Musik ausgestellt wurde und mehrere Tausend weiße Luftballons gen Himmel stiegen. Auch Veranstalter Nikolaus Schär ging in der Pressekonferenz sehr lange auf dieses Thema ein. Er habe ca. 35 bis 40 Interviews gegeben, in denen es vor allem um die Sicherheit der Nature One ging. Jedoch sei das Gelände mit dem in Duisburg nicht vergleichbar. Die Pydna sei ausgelegt für bis zu 150.000 Besucher, wobei selbst im vorigen (Rekord-)Jahr „nur“ 61.000 Besucher vor Ort waren. Die Verantwortlichen der Loveparade bezeichnete er als verantwortungslos. Schär: „Das hätte eine australische Schaafsherde besser gewusst als die.“ Dave Clark rief allerdings dazu auf die richtigen Leute zu verurteilen und nicht einfach die, die die Presse anprangert.

Im Vordergrund stand dann aber doch die Musik. Über 300 DJs aus über 25 Nationen sorgten für ein gelungenes Fest. Bis auf Monika Kruse, die mit Fieber das Bett hüten musste, waren alle Acts auf den 4 Headfloors pünktlich anwesend und auch Frau Kruse wurde durch ein spontan verlängertes Set von Felix Kröcher gebührend vertreten.

Die einzigen Probleme gab es wohl im Camping Village. Der Regen der voraus gegangenen Tage hatte den Boden stark aufgeweicht und manche Wege und Plätze für schwerere Autos unbefahrbar gemacht. Dadurch konnte der Platz nicht so schnell wie geplant befahren werde, wodurch ein Stau bis Kastellaun entstand. Dank der starken Sonne beschränkte sich dieses Problem jedoch auf den Donnerstag und schon am Freitag konnte der Platz reibungslos befahren werden.

In 2 Wochen beginnen dann schon wieder die Planungen für die nächste Nature One. Und auch wenn es laut Schär DJs gibt, die nicht dort auftreten wollen („Dafür gibt’s es aber auch Acts, die wir nicht wollen.“) werden sich wohl wieder hochkarätige Künstler finden und für das beste Camping-Wochenende des Jahres sorgen.

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Unser Gastautor Flo bloggt unter c2h5oh1 und war so  nett, seine Eindrücke mit uns zu teilen…

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