Duisburg: Kein Gymnasium wird geschlossen – CDU fehlt schulpolitische Fachkenntnis

blumental  „Kein Duisburger Gymnasium wird geschlossen, die Eltern und Schulen werden mitreden und die CDU-Fraktion zeigt, dass sie in Duisburg keine schulpolitische Fachkenntnis mehr besitzt.“, so kommentiert der SPD-Ratsherr Heiko Blumenthal, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion die Attacken der CDU-Ratsfraktion gegen eine Verbesserung der Duisburger Schullandschaft.

„Falls man untätig bleibt, so Blumenthal weiter, kommt es automatisch zu einer Reihe von unkoordinierten Schulschließungen aufgrund fehlender Anmeldezahlen. Wie schnell so etwas geht, haben die Hauptschulschließungen auf Weisung der Bezirksregierung deutlich gezeigt.

Selbst der Duisburger Schuldezernent Karl Janssen hat dies erkannt und im Schulausschuss eine notwendige Reform in der Schulgesetzgebung angemahnt.

Nach der Vorstellung der neuen rot-grünen Landesregierung sollen zukünftig 30% der weiterführenden Schulen in Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden. Ob dann eine Realschule, eine Gesamtschule oder auch ein Gymnasium vor Ort Gemeinschaftsschule wird oder nicht, muss nach Einschätzung des SPD-Schulexperten Blumenthal der Schulträger, also die Stadt Duisburg, in enger Abstimmung mit den betroffenen Schulen entscheiden.

Dabei wird auch eine Rolle spielen, ob Schulen aufgrund fehlender Schülerzahlen noch überlebensfähig sind. Untätigkeit wie in den letzten fünf Jahren ist für die Duisburger SPD-Fraktion jedenfalls keine Lösung.

Blumenthal: „Unser Modell führt zu mehr Chancengleichheit und zu einer größeren Berücksichtigung des Elternwillens. Wir wollen gemeinsam mit den Schulen und den Betroffenen entscheiden, welcher Weg für sie der beste ist. In Duisburg wird es nach dem heutigen Stand keine Schließung von Gymnasien in den nächsten Jahren geben. Falls ein Gymnasium sich aber aus eigenem Willen zu einer Gemeinschaftsschule verändern will, sollten wir dem aber auch nicht im Weg stehen.“

Blumenthal fordert die CDU auf, sich sachkundig zu machen und sich dann vernünftigen Wegen zum Wohle der Schüler nicht zu verschließen. Er erinnert daran, dass man im Schulausschuss auch mit den Stimmen der CDU den Schuldezernenten erst vor kurzem aufgefordert hat, einen entsprechenden Duisburger Schulentwicklungsplan zu entwerfen.

One thought on “Duisburg: Kein Gymnasium wird geschlossen – CDU fehlt schulpolitische Fachkenntnis

  1. Na, dann werden wir das mal ganz genau beobachten. Ein Satz von Heiko Blumenthal macht mich allerdings sehr nachdenklich: „Falls ein Gymnasium sich aber aus eigenem Willen zu einer Gemeinschaftsschule verändern will, sollten wir dem aber auch nicht im Weg stehen.“ Dazu muss man wissen, dass die neue rot- grüne Landesregierung auch sanften Druck auf Schulen ausübt, damit diese Gemeinschaftsschule werden: Kleinere Klassen von maximal 25 Schülern soll es nämlich nur in den Gemeinschaftsschulen geben, außerdem mehr Lehrerstellen und Sozialpädagogen. Will man Gymnasium, Realschule oder Hauptschule bleiben, dann guckt man in die Röhre. So steuert Schulministerin Löhrmann also den „eigenen Wunsch“, Gemeinschaftsschule werden zu wollen. Bravo!
    Die CDU will, dass wohnortnah jede Schulform anzutreffen ist, so dass Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten und Interessen beschult und gefördert werden können. Dafür stehen wir, dafür werden wir kämpfen – an jeder einzelnen Schule, die „auf eigenem Wunsch“ Gemeinschaftsschule werden will.