Adolf Sauerland (und) die Kommunikationskatastrophe

Adolf Sauerland - Foto Stadt Duisburg

Adolf Sauerland - Foto Stadt Duisburg

Ich glaube, über Adolf Sauerland (CDU), den derzeitigen Oberbürgermeister von Duisburg, zu schreiben wird eine lang anhaltende und undankbare Aufgabe.

Heute Nachmittag berichtete die Berliner Morgenpost, dass er nun doch dem Druck nachgeben und zurücktreten wollen würde. Dieser Schritt wird und wurde lange erwartet und die Meldung verbreitete sich entsprechend schnell.

Schon kurz darauf wusste der Westen jedoch, dass die Stadt diese Meldung als Ente dementierte. Dieses Dementi allerdings enthält ein Zitat, dass zunächst sprachlos und dann wütend macht:

„Das können Sie in die Tonne kloppen“, kommentierte Sauerland entsprechende Gerüchte.

Es ist anzunehmen, dass diese Äußerung mehr als eine Kommunikationspanne ist. Sie ist Öl auf das Feuer der Kritiker und sie ist geeignet, die Wut der Menschen in und um Duisburg weiter anzufachen. Mit Sorge blicken wir daher auf die morgige Trauerveranstaltung in Duisburg und hoffen, dass die Gäste ruhig und besonnen bleiben.

Entsprechend ist die Wahrnehmung im Netz. Selbst der sonst um korrekten Ausdruck bemühte Düsseldorfer Anwalt Udo Vetter lässt seinen Emotionen freien Lauf und twittert:

„Das können Sie in die Tonne kloppen.“ Duisburgs OB Adolf Sauerland zu den Rücktrittsgerüchten. Was für eine Kanaille.

Bei solchen Kommunikationskatastrophen wie dem Oberbürgermeister und seinen Vertrauten wäre der störungsfreie Ablauf morgen inzwischen allerdings mehr Glück als alles andere.

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