Loveparade | Warum ich ein Video nicht online stellen werde

Standbild | Quelle: Xtranews-ArchivEigentlich ist das Video fertig. Zumindest ist es exportiert. Bereit zum Upload. Von feiernden Menschen, die Spaß haben. Vom Start der Floats. 11:38 lang. Eigentlich hätte es längst online gehen sollen. Das wird es nicht.

Es gibt Dinge bei denen zwei Instinkte in einem gegeneinander ankämpfen: Einerseits sind es Bilder, die berichtenswert wären – von friedlich feiernden Menschen, von den Floats, von der schönen Atmosphäre, die an das letzte Wochenende erinnerte. Andererseits aber gibt es auch so etwas wie Respekt und das, was in unserer Medienwelt immer mehr verloren geht: Der menschliche Anstand.

Angesichts von – momentaner Stand – 15 Leuten, die im Tunnel gestorben sind fände ich es schlichtweg unpassend jetzt, nach dem Unglück, noch dieses Material online zu stellen. Eine Entscheidung, die ich für mich allein gefällt habe übrigens – es wäre meines Erachtens nach einfach unpassend. Respektlos. Das passt einfach nicht zusammen. Deswegen bleibt das Material offline.

One thought on “Loveparade | Warum ich ein Video nicht online stellen werde

  1. Finde ich persönlich keine gute Idee. Ich würde mir gern auch ein Bild darüber machen, was die Loveparade war, warum sie so viele Menschen angezogen hat und wie die sich dort verhalten haben.

    Ihr Video ist eine Information, und Informationen sollte man m. E. nicht zurück halten, sei es auch aus edlen Motiven.
    Auch unsere Regierung hat ja „gute“ Gründe, z. B. diejenigen Informationen, die aktuell Thilo Sarrazin unters Volk bringt, nicht zu verbreiten. Auch keine gute Idee.