Still-Leben: Sicher in Duisburg auf die A40

Sicherheit geht vor: Das war der Grundtenor der heutigen Pressekonferenz im Duisburger Rathaus zum kommenden Still-Leben-Event. Es gehe natürlich in erster Linie um ein friedliches Fest der Alltagskulturen, aber auch dies brauche Regeln so Pressesprecher Marc-Oliver Hänig von RUHR.2010.

Duisburg kommt an diesem Tag eine ganz besondere Rolle zu, da Fritz Pleitgen in Duisburg die Mobilitätsspur eröffnen werde – in Gegenwart der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. 100 Biker und Skater werden dann die Prominenten bis Richtung Kaiserberg begleiten, wo 100 Bräute aus Marxloh auf sie warten werden, so Hänig.

„Es ist das größte logistische Projekt im Ruhrgebiet“, so Projektmanager Klaus-Peter Tomberg. Schon am Samstag ab 22:00 Uhr werde die A40 gesperrt und zwar ab der Zufahrtsstelle Rheinhausen. Tomberg betonte, dass eine gute Tagesplanung vonnöten sei, denn die Parkplatzsituation in Duisburg sei endlich. Eine frühzeitige Anreise wird daher empfohlen. Allerdings: Auf den Verkehrsfluß in Duisburg selbst habe die Sperrung bis auf einige ausgeschilderte Umleitungen  keinerlei Auswirkungen. Tomberg unterstrich nochmals das strikte Grill- und Glasverbot für den Tag auf der Strecke.

Thomas Nordiek, Pressesprecher der DVG, erklärte die Einteilungen der Shuttlebus-Linien. Diese würden von 10:00 bis 19:00 Uhr eingesetzt und brächten die Besucher bequem an die Zugangspunkte. Besonders reizvoll: Der Shuttlebus 4 fährt direkt bis ans Autobahnkreuz Duisburg. Nordiek hob hervor, dass Fahrräder nicht in den Shuttlebussen mitgenommen werden könnten. Aufgrund der erwarteten Besucherzahlen sei das Platzangebot in den Shuttlebussen nicht für Fahrräder geeignet.

Die Arbeit der Polizei an diesem Tag, so Herr Polizeioberrat Koenen, beginnt mit der Absperrung der A40 am Samstag – das Gelände wird zu Land aus der Luft eingehend überprüft werden bevor die Aufstellungsarbeiten beginnen. Am Tag selbst wird pro Kilometer eine Fußdoppelstreife patrouillieren, auf der Mobilitätsspur wird die Mountainbike-Einheit der Duisburger Polizei eingesetzt. Eindringlich appellierte Koenen an die Fahrradfahrer und Skater sich mit der passenden Schutzkleidung zu versorgen, auch wenn das Wetter eher für eine leichte Bekleidung sprechen würde. Auch Sonnencreme und ausreichend Flüssigkeit seien wichtig, ebenso eine Kopfbedeckung. Ebenfalls wichtig: Alkohol nur in Maßen – „der Asphalt wärmt von unten, die Sonne von oben und der Alkohol kann da sehr schnell sehr intensiv wirken.“

„Der Tisch ist die Bühne“, so Projektmanagerin Theresa Wohlrab. Allerdings erwarte die Duisburger auf drei Bühnen ein vielfältiges Programm – so werde Kai-Magnus Sting mit den Philharmonixx auf der Bühne Duisburg-Häfen auftreten, ebenso werde nochmal ein Auszug aus dem TWINS-Projekt „Lysistrate“ gezeigt werden. Auf der Haniel-Bühne im Innenhafen spielen unter anderem Exit Paris, Puntano Cubano und Johray on the Fence. Desweiteren hat die Firma Hahniel 17 Tische für lokale Vereine reserviert – mit dabei Immersatt, das Schifferkinderheim oder die Ruhrorter Hafenkids. Der Stadtsportbund böte auf der dritten Bühne bei Duisburg-Kaiserberg Bewegungsangebote für die ganze Familie. Besonderes Higlight hier: Um 13:00 sind Spieler des MSV anwesend, ab 15:00 sind dann die Spielerinnen des FCR vor Ort.

„An diesem Tag erlebt man eine freundliche, ruhige A40, die das Ruhrgebiet nicht trennt sondern verbindet“, freute sich Dieter Depnering vom ADFC. Er warnte die teilnehmenden Radfahrer, dass man sich an diesem Tag keine lange Strecke vornehmen sollte. „Von Duisburg bis nach Dortmund in einer Tour durchfahren – das ist keine gute Idee.“ Mittlere Durchschnittgeschwindigkeit, gutes Kartenmaterial, Sonnenschutz und gute Verpflegung – das seien die Punkte auf die es ankomme. Über 40 ehrenamtliche Helfer sind an diesem Tag auf der Strecke, man richte vom ADFC 7 Stellen für die Pannenversorgung der Fahrradfahrer ein – platte Reifen oder zu wenig Luft sollten an diesem Tag kein Problem darstellen. Allerdings: Dass man die Räder nicht über die Mittelspur hieve sei wohl selbstverständlich.

Alles in allem sehen die Verantwortlichem dem Samstag mit Optimismus entgegen. Von Seiten Duisburgs ist man gut vorbereitet, so werden von Johannitern bis freiweillige Feuerwehr genügend Helfer für Notfälle anwesend sein. Die DVG sowie das Ruhrvisitorcenter halten alle Print-Materialien für diesen Tag bereit und wer kurzfristig noch einen Tisch buchen möchte – bis Samstag ist das bei den Vorverkaufssstellen noch möglich.

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