Opel-Chef Reilly: "Die letzte Zeit war traumatisch für die Belegschaft" – Kampfansage an VW

200px-Opel_logo.svg Hamburg (ots) – Opel-Chef Nick Reilly will den Rüsselsheimer Autobauer wieder zur Aktiengesellschaft machen. "Eine Firma von Opels Größe sollte eine AG sein", sagt Opel-Chef Nick Reilly in einem Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern. "Am liebsten noch in diesem Jahr" will Reilly das Tochterunternehmen von General Motors wieder in eine AG nach deutschem Recht umwandeln. Erst im Jahr 2005 war die Adam Opel AG nach über 70 Jahren in eine GmbH verwandelt worden, um dem Mutterkonzern mehr Mitsprache bei Entscheidungen einzuräumen.

Der gebürtige Waliser will mit der Rückumwandlung die Eigenständigkeit der Marke Opel wieder betonen und die Mitarbeiter motivieren. "Die letzte Zeit war traumatisch für die Belegschaft", sagt Reilly. Es sei zu viel in Amerika entschieden worden, gerade bei neuen Automodellen. Das sei nun anders: "Jedes Opel-Modell muss nun vom Entwicklungszentrum hier freigegeben werden."

Auch auf viele der amerikanischen Führungskräfte bei Opel will Reilly künftig verzichten: "Wir haben die Zahl der ausländischen Manager bei Opel bereits um 30 Prozent auf ein vernünftiges Maß gesenkt."

Bis 2014 soll Opel, so der 60-Jährige, pro Jahr wieder "1,6 oder vielleicht auch 1,7 Millionen Autos bauen". In diesem Jahr erwartet er etwa 1,2 Millionen produzierte Wagen. Der Konkurrenz macht Reilly im stern eine klare Kampfansage: "Wir müssen es mit Volkswagen aufnehmen können, wenn möglich sogar noch eine stärkere Marke haben. Und in Deutschland sollten wir in der Lage sein, höhere Preise als die Franzosen und die Koreaner zu verlangen."

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