Türkei sperrt Luftraum für israelische Luftwaffe- Ausdehnung für zivile Flüge angedroht

Tuerkei-Israel

Ankara – Die Türkei hat ihren Luftraum für israelische Militärflüge gesperrt. Wie Außenminister Ahmet Davutoglu von der Zeitung Hürriyet zitiert wurde, handelt es sich dabei um ein generelles Flugverbot für die israelische Luftwaffe. Es könne auch auf zivile Flüge ausgeweitet werden. Davutoglu drohte Israel erneut mit einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, sollte sich Israel für den Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte nicht entschuldigen. Dabei sei "ausreichend", dass die von Israel eingesetzte Untersuchungskommission zu dem Schluss komme, dass der Angriff ungerechtfertigt gewesen sei, und sich dafür entschuldige. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte am Freitagabend dagegen deutlich gemacht, sein Land werde sich nicht für den Angriff entschuldigen, bei dem Ende Mai neun Türken ums Leben gekommen waren

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül hatte am Wochenende in einem Interview mit der Londoner Tageszeitung The Times klargestellt, dass sein Land eine Normalisierung der schwer gestörten Beziehungen mit Israel unverändert von einer internationalen Untersuchung der Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte abhängig mache. "Wie würden denn Sie sich verhalten, wenn die Armee eines anderen Landes Ihre Bürger in internationalen Gewässern umbringt?", sagte Gül. Ankara besteht darauf, dass Israel den Familien der Hinterbliebenen Entschädigungszahlungen leistet.

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