NRW: Rot-Grün leitet Wende in der Bildungspolitik ein

link Mit viel Tatendrang startet die neue rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf in die Arbeit. Nach der Abschaffung der Studiengebühren in NRW sollen auch im Schulbereich die Weichen neu gestellt werden. Und das noch vor der Sommerpause!

Durch erste Änderungen im Schulgesetz soll das Schulsystem in NRW künftig wieder demokratischer werden und deutlich mehr Freiheiten für Eltern und Schulträger ermöglichen. Dazu zählt auch die Mitbestimmung in den Schulen. SPD und Grüne wollen die sogenannte "Drittelparität" in den Schulkonferenzen wieder herstellen, so dass Schüler, Eltern und Lehrer wieder gleich Stark in den Gremien vertreten sein werden. Auf diesem Weg erhalten  Schüler und Eltern wieder ein deutlich stärkeres Gewicht an den Schulen. Kinder und Jugendliche sollen so schon früh Demokratie selber erfahren und leben können.

Weitere wichtige Änderungen soll es nach dem Willen von SPD und Grünen auch in der Frage der freien Schulwahl geben. In Zukunft sollen wieder die Eltern die weiterführende Schulform für ihre Kinder auswählen dürfen und nicht weiter verbindlich an die Grundschulempfehlung gebunden sein.

Auch die stark umstrittenen Kopfnoten sollen bald der Vergangenheit angehören. Aus der Sicht der neuen Regierung sind sie ein zu ungenaues Instrument, um das Sozialverhalten junger Menschen korrekt zu erfassen. Zukünftig soll es die Möglichkeit geben, die Angaben zum Arbeits- und Sozialverhalten nach Beschluss der Versetzungskonferenz auf den Zeugnissen vermerkt werden. Davon ausdrücklich ausgenommen werden die Abschluss- und Abgangszeugnisse.

Sören Link: "Diese Änderungen sind ebenso wie die Wiedereinführung von Grundschulbezirken nur erste Schritte – gleichwohl sind sie dringend nötig, um Ungerechtigkeiten im Schulsystem schnell abzustellen. Eine umfassende Reform des schwarz-gelben Schulgesetzes werden wir darüber hinaus zügig anpacken"!

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