16-Jährige im Regionalexpress zusammengeschlagen und schwer verletzt

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Am Sonntagabend wurde ein 16-jähriges Mädchen im Zug von einer Gruppe männlicher Jugendlicher überfallen. Dabei erlitt sie eine beidseitige Jochbeinprellung, ein Schädeltrauma und eine zerplatzte Oberlippe. Noch am Sonntagabend wurde die Niederrheinerin ins St.-Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort eingeliefert.

Die 16-Jährige hatte an einem Wochenendseminar der Arbeiterwohlfahrt teilgenommen, berichtet die Rheinische Post (RP). Zusammen mit einer gleichaltrigen Freundin trat sie in Koblenz den Heimweg an – im Regionalexpress nach Duisburg.

In Köln stieg dann, so die RP, eine Gruppe Jugendlicher im Alter von 17 bis 19 Jahren zu. Die jungen Männer waren (nach dem WM-Sieg über England) stark alkoholisiert. Die 16-Jährige habe dann Anstoß daran genommen, dass die junge Männer Müll durch Abteil geworfen und Bier verspritzt hatten.

Ein Jugendlicher aus der Gruppe habe sie daraufhin massiv beschimpft und mehrfach als "Nutte" beleidigt. Dies habe sie, so gibt die Mutter des Mädchens den Bericht ihrer Tochter wieder, „dann nicht auf sich sitzen lassen wollen und hat den jungen Mann mit Wasser aus ihrer Wasserflasche bespritzt".

Dieser sei dann völlig ausgerastet und habe die 16-Jährige dermaßen mit Schlägen attackiert, dass sie bewusstlos zusammengebrochen und unter die Sitzbank des Abteils gefallen sei. Ein über den Notruf über eine Wechselsprechanlage alarmierter Schaffner habe die Gruppe ohne Einzugreifen entkommen lassen. „Schaffner sah nur zu“, heiß es in der RP. Deshalb erstatteten Mutter und Tochter nicht nur Strafanzeige gegen den "Schläger" (bereits am Sonntag in Kamp-Lintfort), sonder auch noch gegen die Deutsche Bahn wegen unterlassener Hilfeleistung (am Montag in Neukirchen-Vluyn).

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