Anschlag auf Berliner Polizei: Experten erkennen Internet-Anleitung für Splitterbomben

splitterbombe-youtube Berlin/Hamburg (ots) – Bereits am Sonntag analysierten Experten, unter Ihnen Gutachter und militärisch ausgebildete Sprengspezialisten, das per Internet verbreitete Video zum Anschlag auf die Berliner Polizei vom 12.06.2010.

Es besteht kein Zweifel, dass es sich bei dem aufsteigendem weißen Rauch in der Sekunde 32 des Videos um die Rauchwirkung eines selbstgebauten Initialzünders handelt. Die ersichtliche Aufstiegsgeschwindigkeit und die Farbe der Rauchwolke, nach der in der Sekunde 33 der Sekundärsprengstoff zündet, und die ersichtliche Druckwelle, die Splitter der Bombe lebensgefährlich beschleunigt, bestätigen die Ersteinschätzung: Es handelt sich um eine selbstgebaute Splitterbombe.

Der Typ der Splitterbombe, des Anschlags auf die Berliner Polizei am vergangenen Samstag, basiert auf zwei Anleitungen eines Berliner Internet-Forums, dass sich insbesondere mit der Herstellung von Zündern und Sprengstoffen beschäftigt. Unter Experten gilt das Internet-Forum eines jungen Berliner Linksextremisten bereits seit 2008 als eine der gefährlichsten Ansammlungen von Sprengstoff- und Bombenbauanleitungen im europäischen Internet.

Hierzu sagte Bert Weingarten, Vorstand der PAN AMP AG: "Ich habe den Berliner Innensenator und den Polizeipräsidenten bereits im Februar 2009, auf dem 12. Europäischen Polizeikongress, persönlich auf dieses extrem gefährliche Internet-Forum aus Berlin aufmerksam gemacht. Das Forum ist sehr leicht im Internet zu finden und beinhaltet extrem gefährliche Anleitungen für Leib und Leben. Mir wurde zugesagt, dass man sich der Angelegenheit annimmt und es ist nicht mehr nachzuvollziehen, warum das Internet-Forum im Juni 2010 noch immer online ist".

Bis zu einer Abschaltung des Internet-Forums muss davon ausgegangenen werden, dass insbesondere Extremisten sich die extrem gefährlichen Sprengstoff- und Bombenbauanleitungen aneignen. Auch Anschläge, die auf den Anleitungen aus Berlin basieren, können nicht ausgeschlossen werden.

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