Kölner CDU-Ortsverbandschef wirbt für rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck

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Köln (ots) – Innerhalb der Kölner CDU gibt es offene Unterstützung für Joachim Gauck. Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Rodenkirchen, Andreas Reimann, wirbt in einer Rundmail für die Wahl des rot-grünen Kandidaten. „Ich bin seit 27 Jahren Mitglied der CDU und gehöre sicher eher zu den Wertkonservativen in der Partei. Gerade deshalb werbe ich für Joachim Gauck als Bundespräsident“, schreibt Reimann. Auf einer von ihm eingerichteten Homepage (www.deutschland-fuer-gauck.de) ist zu lesen: „Wer unter schwersten Bedingungen in einem Unrechtsregime ungebeugt bleibt und danach mit Konsequenz und Umsicht dieses Regime aufarbeitet, wer mit großartigen Worten mahnt, aber vor allem die Menschen ermutigt, der ist der richtige für das Amt des Bundespräsidenten in unserer Zeit.“ Er glaube nicht, dass er innerhalb seiner Partei eine Einzelmeinung vertreten, sagte Reimann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Rückmeldungen seien überwiegend positiv.

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One thought on “Kölner CDU-Ortsverbandschef wirbt für rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck

  1. Hallo,
    mein Wohnungsnachbar ist auch ein intelligenter, netter und sympathischer Mensch und trotzdem würde ich ihn nicht zum Bundespräsidenten wählen. Als Bundespräsident müssen man viel politische Erfahrungen und Kenntnisse haben sowie politisches Durchstehvermögen, Härte und gewisse Schläue mitbringen. Es tut mir leid, dies Herrn Gauck abzusprechen. Horst Köhler ist unter anderem daran gescheitert, weil er zu wenig politische Erfahrungen hatte und nicht so recht wusste, wie er mit seiner Meinung durchdringen konnte. Er kannte die politische Klaviatur nicht genügend.
    In der derzeit schwierigen politischen Lage brauchen wir einen Bundespräsidenten der diese Erfahrungen mitbringt und weiß, wie man damit umgeht und die Wirtschaft ankurbelt. Nette pastorale Reden und mal markige Worte helfen da nicht viel. Es besteht eher die Gefahr sich lächerlich zu machen.
    Ich habe auch das Gefühl, das dem Kandidaten nicht bewusst ist, was ihn in dem Amt des Bundespräsidenten erwartet. Er ist jetzt 70 Jahre alt und müssen sich seine Kräfte auch richtig einteilen. In dem Alter baut man schneller ab, als einem lieb und bewusst ist. Das Amt des Bundespräsidenten kann man nicht im Schlafwagen wahrnehmen. Da müssen schon mal in der Woche mehr als 8 Stunden täglich gearbeitet werden sowie am Wochenende. Warum soll man sich das noch antun? Nur des Ruhmes wegen? Während Arbeitnehmer im Alter zwischen 60 und 65 Jahren in den Ruhestand gehen, will er noch einen harten Job übernehmen. Nicht, dass er sich dabei übernimmt und die Klamotten ebenso hinwirft, wie Köhler.
    Mir scheint, er hat nicht durchschaut, wie er von SPD und Grünen für ihre politischen Ränkespiele instrumentalisiert wird. Wer den SPD-Vorsitzenden Gabriel genau kennt, weiß, warum er den Vorschlag Joachim Gauch gemacht hat.. Gabriel nutzt jede Gelegenheit um sich und seine Partei ins Rampenlicht zu stellen und dabei kommt ihm Joachim Gauch zur rechten Zeit.
    Mit freundlichen Grüßen
    Werner Modrack
    Siegburg
    PS: Dem CDU-Vorsitzenden Reimann kann ich nur raten mal in die Verfassung zu sehen und sich damit auseinander zu setzen. Er tut so, als wähle der Bürger den Bundespräslidenten. Gott sei Dan geht das nicht, denn sonst hätten Populisten und Dummschwätzer die größten Chancen gewählt zu werden. Wir sehen die Ergebnisse ja schon bei den OB und Bürgermeisterwahlen.