GEW Bayern ruft zur Unterstützung des Bildungsstreiks auf

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München, 04.06.2010 – Die Aktionswoche für bessere Bildung ab dem 7. Juni kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Sollten die Regierungsparteien auf ihrer „Sparklausur“ am Wochenende selbst vor dem Thema Bildung nicht haltmachen, müssen sie sich auf heftigsten Gegenwind einstellen.

An den „Bildungsstreiks I und II“ in den letzten beiden Jahren haben sich hunderttausende Menschen – direkt und indirekt betroffene – beteiligt. Die vielfältigen Aktionen haben viel öffentliche Aufmerksamkeit erregt und gezeigt, dass ein großes gesellschaftliches Interesse an besserer Bildung besteht. Die Konsequenzen allerdings waren bescheiden. Kleine Zugeständnisse aus der Politik reichen nicht aus und werden den berechtigten Forderungen nach Chancengleichheit in einem demokratischen Bildungssystem nicht gerecht.

Dazu Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern: „Deshalb ist es sinnvoll und notwendig, die Proteste fortzusetzen, und darauf hinzuweisen, dass die Probleme weiter bestehen. Angesichts des vermeintlichen Sparzwanges werden sie eher größer, als kleiner. Das Drehen an kleinen Stellschräubchen verbessert die Situation von Schüler/innen und Student/innen allenfalls marginal. Das Problem der sozialen Selektion im Bildungswesen ist nicht einmal im Ansatz gelöst. Von einem demokratischen Bildungswesen sind wir weit entfernt. Wir müssen Bildung neu denken, von der frühkindlichen Bildung über Schulen und Hochschulen bis zu den Angeboten der beruflichen Weiterbildung und des lebenslangen Lernens.“

Die GEW Bayern ruft ihre Mitglieder auf, sich auch an den Aktionen der kommenden Woche, insbesondere an den Demonstrationen und Kundgebungen am Mittwoch in München, Erlangen, Nürnberg und Augsburg zu beteiligen.

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