Kurt Beck will "bis 67" Ministerpräsident bleiben

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Mainz (ots) – Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (61) hat die Absicht "bis 67" im Amt zu bleiben. Dem SWR Fernsehen sagt er: "Wir erwarten in Deutschland von den Menschen, dass sie bis 67 arbeiten, auch die, die in der Fabrik arbeiten müssen und im Büro und wo auch immer. Und warum sollte das ein Ministerpräsident nicht können." Er fügt hinzu: "Ich fühle mich in der Lage dazu." Er habe ein Maß an Erfahrung sammeln können, "das schon sehr hilfreich" sei.

"Kurt Beck, die Heimat und der Putsch" ist ein politisches Porträt, das das SWR Fernsehen am 7. Juni 2010 um 18.15 Uhr ausstrahlt. Darin geht Kurt Beck auch auf die Umstände seines Sturzes als SPD-Vorsitzender in Berlin ein: "Es hat ein Spiel hinter den Kulissen gegeben aus den eigenen Reihen heraus, aus der zweiten, dritten Reihe […]. Das hat mir persönlich Schwierigkeiten gebracht. Aber ich habe mir wenigstens nicht das Kreuz brechen oder verbiegen lassen." Zu diesem "Spiel" habe die Verbreitung von Falschmeldungen aus dem Umfeld der SPD-Spitze an die Berliner Medien gehört.

Andere Gründe für die Niederlage sieht der Berliner Publizist und "Stern"-Redakteur Hans-Ulrich Jörges: "Kurt Beck hat sich von seinem Mainzer Milieu, von dem Land, in dem er so verwurzelt ist, nicht lösen wollen. Und das ist eine schwere Fehleinschätzung gewesen, zu glauben, man kann gegenüber dem unfassbar intriganten Milieu in Berlin, von Heuchlern und Lügnern durchsetzt, man könne gegen dieses Milieu, wo jeden Tag zwei Feuerchen entzündet werden – und ich rede immer von der eigenen Partei – man könne in diesem Milieu bestehen, wenn man so weit weg ist und das alles nicht miterlebt und man könne dann auf die Entfernung hin die Zügel in der Hand halten."

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