10-jähriger Junge hat mal eine Frage an Herrn K.

udoundpascal

 

Der damals 10-jährige Pascal hatte da mal eine Frage. Und zwar an den Präsidenten.
Unter dem Stichwort “Wozu sind Kriege da?” hätte er gern gewusst:

 

Herr Präsident, ich bin jetzt zehn Jahre alt
und ich fürchte mich in diesem Atomraketenwald.
Sag mir die Wahrheit, sag mir das jetzt,
wofür wird mein Leben aufs Spiel gesetzt?

Und das Leben all der andern – sag mir mal warum?
Sie laden die Gewehre und bring’n sich gegenseitig um.
Sie steh’n sich gegenüber und könnten Freunde sein,
doch bevor sie sich kennenlernen schießen sie sich tot.

Ich find das so bekloppt – warum muss das so sein?

 

Hätte er mich mal gefragt, der Pascal. Ich hätte es ihm damals schon sagen können. Aber er wollte es ja unbedingt vom Präsidenten wissen. Pech! Hoffentlich weiß er es heute, wo er schon lange groß ist.
Die 10-Jährigen heutzutage haben es in jeder Hinsicht ungleich besser als der kleine Pascal damals. Sie haben nicht nur Play-Stations, Handys und gescheite Flachbildschirme. Sie leben auch in einer richtigen Demokratie. Denn wenn sie heute (okay, heute nicht mehr; aber immerhin bis gestern und in Kürze auch wieder)  einfach mal ganz locker den Präsidenten bitten:

 

Herr Präsident, , sag mir die Wahrheit, sag mir das jetzt,
wofür wird mein Leben aufs Spiel gesetzt?

 

Dann kommt der Herr K., also der Onkel Horst, und erklärt Ihnen das richtig schön kindgerecht:

 

“Ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung muss wissen,
dass auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren.
Zum Beispiel für freie Handelswege.”

 

Weisse Bescheid, Schätzelein!

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