Saarlands Ministerpräsident Müller für stärkere Regulierung von Rating-Agenturen

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Frankfurt/Main – Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) hat eine stärkere Regulierung von Rating-Agenturen gefordert. In einem Beitrag für die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» schlägt Müller laut Vorabbericht vor, ein verpflichtendes Zweitranking für bestimmte Wertpapiere einzuführen. Um eine größere Unabhängigkeit zu erreichen, solle die Agentur, die dieses Rating vornimmt, per Los bestimmt werden.

Der Ministerpräsident plädiert dem Bericht zufolge zudem für die Einrichtung einer europäischen Rating-Agentur, deren Anteilseigner – nach dem Vorbild der Deutschen Presseagentur – in der EU registrierte Agenturen sein sollten. Auf diese Weise hofft Müller, die Marktmacht der drei großen amerikanischen Agenturen zu brechen, auf die derzeit neunzig Prozent des Rating-Geschäfts entfielen. Müller schreibt den zu positiven Rankings der Agenturen eine bedeutende Mitschuld an der Finanzkrise zu.

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