Multiple Sklerose: Internationale Standards für die Pflege angemahnt

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Image by vovchychko via Flickr

Brüssel (ots) – Die erste umfassende Erhebung der Europäischen Multiple Sklerose (MS) Krankenschwestern ergab, dass fast ein Drittel der Krankenschwestern (31%) berichteten, dass die Normen der MS Pflege in ihrem Land nicht angemessen eingehalten würden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden zum ersten Mal am Freitag, 28. Mai vorgelegt, über einen Live-Webcast beim Jahreskongress der Europäischen MS-Plattform (EMSP) in Stuttgart.

Die Befragung der 280 MS Krankenschwestern in der Tschechischen Republik, Finnland, Deutschland, Italien, Polen und dem Vereinigten Königreich zeigte beträchtliche Unterschiede in der Verfügbarkeit von speziellen Aus- und Weiterbildungen für MS Krankenschwestern in ganz Europa auf, die potenziell negative Auswirkungen auf die Gleichstellung von Betreuung von Menschen mit MS in ganz Europa haben könnten. Insgesamt berichteten etwa 20 % der MS-Schwestern, dass sie keine angemessene Ausbildung und Fortbildung erhalten.
Amy Ross Perrin, Präsidentin der International Organization of Multiple Sclerosis Nurses (IOMSN) sagte: "Die Erkenntnisse aus der MS-NEED: European Survey zeigen, wie sehr sich MS-Krankenschwestern mit ihrer Rolle identifizieren, wie sehr aber auch weitere Bereiche der MS-Pflege weiter entwickelt werden müssen. Einheitliche Benchmarks und Standards für die Ausbildung und Zertifizierung von MS Krankenschwestern seien für ganz Europa erforderlich, um zu einer Harmonisierung der Gesundheitsleistungen zu gelangen und die Lebensqualität von MS-Patienten und ihrer Familien zu verbessern. "

Die Umfrage, die von der EMSP in Zusammenarbeit mit der IOMSN und Rehabilitation bei MS (RIMS), dem europäischen Netzwerk der MS-Zentren, machte auch Unterschiede in der klinischen Praxis deutlich.
"MS Krankenschwestern liefern wichtige Informationen, Unterstützung und Beratung für MS-Patienten und ihre Familien im Laufe dieser chronischen, behindernden Krankheit. Durch die Bereitstellung dieses spezialisierten, kompetenten Services leisten sie eine wichtige Arbeit, die Auswirkungen auf die allgemeine Lebensqualität von Patienten kann. Es ist daher wichtig, MS-Pflege als eine Spezialrichtung in Europa zu anzuerkennen sowie einen Weg zu finden, die Versorgung europaweit zu vereinheitlichen, und Benchmarks zu definieren, um geografische Ungleichheiten in der Patientenversorgung zu vermeiden ", sagte Prof. Hans-Peter Hartung, Vorsitzender der Abteilung für Neurologie an der Heinrich-Heine Universität, Düsseldorf.

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