Köln macht Weg für Karstadt frei; ver.di präferiert Highstreet

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Die Chancen auf eine Rettung der Warenhauskette steigen. Die Stadt Köln erklärte am Montag als letzte Stadt mit einem Karstadt-Standort einen Verzicht auf Gewerbesteuereinnahmen und machte damit endgültig den Weg für den Insolvenzplan zur Sanierung des Unternehmens frei. Eine entsprechende Zusage kündigte der Kölner Stadtkämmerer Norbert Walter-Borjans in der „Bild“-Zeitung für Dienstag an. Zuvor hatten bereits zahlreiche andere Städte, wie auch Duisburg, ihren Verzicht auf Gewerbesteuer von Karstadt erklärt. Mit Köln hat die letzte Stadt mit Karstadt-Standort auf Steueransprüche verzichtet. Durch das Einlenken Kölns ist der Weg für den Insolvenzplan zur Sanierung des Unternehmens jetzt frei.

Wem der Konzern künftig gehört, ist vollkommen offen. Nun ist ein Bieterkampf entbrannt. Die Gewerkschaft ver.di ließ am Sonntag Präferenzen für ein Highstreet-Offert durchblicken. Von einer endgültigen Einigung mit Highstreet, einer Tochter des Bankhauses Goldman Sachs, könne zwar keine Rede sein, sagte eine Sprecherin. Aber „Highstreet wäre im Sinne der Beschäftigten nicht die schlechteste Option“. Zugleich meldete Ver.di deutliche Zweifel an der Seriosität des Berggruen-Offerts an, obwohl der Investor die rund 25.000Mitarbeiter schonen will und nur den Vermietern Zugeständnisse abverlangt.

Highstreet plant keinen größeren Personalabbau. Allerdings soll die Wochenarbeitszeit bei Karstadt auf 39,5 von 37,5 Stunden ohne Lohnausgleich steigen. Die Arbeitnehmer sollen mit 15 Prozent am Unternehmen beteiligt werden.

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