Goldman Sachs will Karstadt komplett übernehmen

BERLIN - JUNE 08: Employess of German departm...

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Berlin – Einem Bericht der Bild am Sonntag (BamS) zufolge will das Immobilienkonsortium Highstreet ein Gebot für insolvente Kaufhauskette Karstadt in Höhe von 40 Millionen Euro abgeben. Hinter Highstreet steht die US-Bank Goldman Sachs; sie hält die Mehrheit der Anteile. Bis kommenden Donnerstag (27. Mai) muss ein Investor gefunden sein, sonst kann der Karstadt-Insolvenzplan nicht in Kraft treten.

Noch in der vergangenen Wochen sah es so aus, als ob der Investor Triton der einzige Bieter sei. Am Freitag wurde dann das Interesse des Privatinvestors Berggruen bekannt. Geht man weiter davon aus, dass auch der Metro-Konzern, der Eigentümer des Karstadt-Konkurrenten Kaufhof, zumindest teilweise an einer Übernahme interessiert ist, sind es mittlerweile immerhin vier potenzielle Investoren, an die sich der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg wenden kann.

Die "BamS" hält die Amerikaner für die Favoriten in der Schlussrunde. Gegen die drei Mitbewerber werden Einwände geltend gemacht. Das Triton-Angebot gilt als unzumutbar sowohl für die Gläubiger als auch für die Karstadt-Beschäftigten. Auch Berggruen stößt mit seinem Konzept bei bei den Arbeitnehmern auf Skepsis. "Es sind noch sehr viele Fragen offen. Das ist kein Angebot, das die Arbeitnehmer aufatmen lässt", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane der "Berliner Morgenpost". Metro ist ohnehin nicht an der Übernahme aller Karstadt-Häuser interessiert.

Da laut "Bild am Sonntag" das Immobilienkonsortium Highstreet die 120 Karstadt-Häuser vollständig übernehmen und als Konzern erhalten will, scheint tatsächlich gegenwärtig alles auf Goldman Sachs hinauszulaufen. Die Kontakte zu Karstadt sind bereits jetzt sehr eng; Highstreet besitzt die Immobilien von 86 Karstadt-Filialen (allerdings nicht das Duisburger Forum, das bekanntlich der Multi Development gehört). Die BamS berichtet von Geheimverhandlungen mit der Gewerkschaft. Highstreet habe sich bereits mit der ver.di auf die Details einer Übernahme geeinigt.

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