311 gelbe Ballone aufgestiegen! RUHR.2010 setzt SchachtZeichen für die Menschen

Zollverein Ruhr 2010

Image by wilhei55 via Flickr

 

Größte Kunstinstallation der Welt steht für den Wandel vom Mythos zur Metropole

Mit Applaus und Beifall sind die 311 gelben Heliumballone des Kulturhauptstadt-Großprojekts SchachtZeichen am heutigen Samstag um Punkt zwölf von Tausenden Menschen begrüßt worden – die größte Kunstinstallation der Welt schmückt bis zum 30. Mai 2010 den längst wieder blauen Himmel über dem Ruhrgebiet. Die SchachtZeichen markieren auf einer Fläche von 4.000 km2 von Weitem sichtbar die ehemaligen Kohlenschächte und symbolisieren mit den Mitteln von Kunst und Kultur den Wandel der ehemaligen Kohle- und Stahlregion zu einer Metropole der Zukunft, der Metropole Ruhr.

„Es war ein mannigfacher Sonnenaufgang zur Mittagsstunde“, sagte Fritz Pleitgen. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH hat das Auflassen der Ballone am Maximilianpark in Hamm erlebt. Sein Geschäftsführer-Kollege Oliver Scheytt freute sich derweil an der Halde Rheinelbe, im Volksmund „Himmelsleiter“, dass die Aktion auch dort von so vielen Bewohnern und Besuchern der Kulturhauptstadt Europas gefeiert wurde – mit Picknick hier, mit Sektkorken dort, festgehalten von einer Legion an Fotoapparaten.

„Alle haben beim Thema Ruhrgebiet Bilder von Zechen im Kopf – die SchachtZeichen zeigen, was aus ihnen geworden ist: nämlich neues Leben in der Metropole Ruhr“, erklärt Oliver Scheytt. „Es sind vor allem die Geschichten der Menschen, die unter den SchachtZeichen lebendig werden und damit auch den Mythos Ruhr durch ihre Erzählungen begreifbar machen. Sie tragen die Vergangenheit vor und verbinden sich mit der Zukunft.“ An vielen Standorten seien Bergleute vor Ort, die vor über 30 Jahren mit einem Deckel den Schacht endgültig geschlossen haben.

„Es macht mich stolz, wie sehr die Menschen in der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 SchachtZeichen als soziales Kunstwerk aufgenommen haben“, sagt Projektautor und künstlerischer Ideengeber Volker Bandelow. „Die individuelle Kreativität und das Engagement vieler Vereine, Unternehmen und Institutionen unter den Ballonen in 39 Städten gleichzeitig zeigen wie viel Kraft, Verbundenheit und Energie die Menschen hier verbindet. Der Dialog zwischen den Generationen wird für die Zukunft neue Wege öffnen.“

Hintergrund: SchachtZeichen ist ein soziales Kunstwerk mit mehr als 5000 beteiligten Akteuren und 2100 Helfern – der jüngste ist 14 Jahre jung, der älteste Ehrenamtliche 82 Jahre alt. SchachtZeichen ist eine Gemeinschaftsinitiative der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 sowie der Bürger, Unternehmen und Städte der Metropole Ruhr.

Am 24. und 29. Mai wird das Kunstwerk um eine weitere Attraktion erweitert: Als „NachtSchachtZeichen“, werden die Ballone zwischen 22 und 1 Uhr nachts von innen heraus erleuchtet und erzeugen ein mystisches Bild rund um den Vollmond.

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