Rösler fordert mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem

Karl Lauterbach

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Bonn (ots)  – Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem angemahnt, um die Kosten zu senken. Ein Beispiel seien verpflichtende Vertragsverhandlungen bei den Arzneimittelpreisen, sagte Rösler im FORUM PARISER PLATZ bei PHOENIX (Ausstrahlung: Sonntag, 23. Mai 2010, 12.00 und 22.30 Uhr). "Im Rahmen von Vertragsverhandlungen kann man zu neuen Preisen kommen, die dann hoffentlich niedriger sind als die bisherigen", sagte er zu seinen Plänen, die hohen Kosten für Medikamente in den Griff zu bekommen.

"Das ist wie bei der Kopfpauschale. Das Ziel ist korrekt, aber der Weg nicht", entgegnete den Plänen Karl Lauterbach, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD. "Wir geben nicht zu viel Geld für Arzneimittel aus, sondern für die falschen."

Rösler betonte unterdessen, dass die Pläne zum Umbau des Gesundheitswesens, die eigentlich diese Woche vorgestellt werden sollten, "deutlich schneller als erwartet" erarbeitet worden seien "Wir haben festgestellt, dass das Modell so ausgereift ist, dass es nicht reicht, einfach nur Eckpunkte zu präsentieren." Man wolle zunächst mit den Parteispitzen der Koalition und den Fraktionsspitzen sprechen, um das Konzept auch schnell umsetzen zu können. Lauterbach: "Ich glaube nicht, dass man so etwas lange geheim halten könnte. Ich glaube, man hat noch nichts und steht mit einigermaßen leeren Händen da."

Lauterbach setzte sich beim FORUM PARISER PLATZ erneut für die Abschaffung der privaten Krankenversicherung ein. "Dann packen wahrscheinlich ein Drittel bis die Hälfte aller Mediziner die Koffer", entgegnete dem Vorschlag Günther Jonitz, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer und Präsident der Landesärztekammer Berlin.

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