Bundesministerin Kristina Schröder: "Familienfreundlichkeit ist ein Standortfaktor"

ministerinschroeder_inakindergarten Berlin (ots) – "Wir gewinnen mit Familie"! Unter diesem Motto machen sich rund um den bundesweiten Aktionstag der Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" über 50 Prozent der mehr als 600 Lokalen Bündnisse für Familie für mehr Familienfreundlichkeit für Kinder und Eltern stark. In diesem Zusammenhang hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder gestern den INA.KINDER.GARTEN auf dem Campus Virchow der Charité in Berlin besucht. Trägerin der Kindertagesstätte ist die gemeinnützige INA.KINDER.GARTEN GmbH, die im Berliner Bündnis für Familie aktiv ist.

"In vielen Berufen arbeiten Menschen abends, nachts oder am Wochenende – zum Beispiel Krankenschwestern, Busfahrer oder Angestellte im Hotel. Diese Eltern brauchen für ihre Kinder besonders flexible Betreuungsangebote", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Gute Kinderbetreuung darf nicht zum Privatproblem werden, nur weil sie außerhalb der normalen Geschäftszeiten nötig ist. Der INA.KINDER.GARTEN ist ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmen Vätern und Müttern helfen können, Familie und Beruf besser zu vereinbaren."

Das Angebot der Kindertagesstätte richtet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Charité sowie des Deutschen Herzzentrums Berlin. Die Einrichtung bietet drei Wochen im Monat Nachtbetreuung an und öffnet von 0 – 24 Uhr. In der vierten Woche ist neben der wöchentlichen Regelöffnungszeit von 5.45 – 20.15 Uhr eine Wochenendbetreuung gewährleistet. Die Bring- und Abholzeiten für die Kinder sind auf die Schichtpläne der Eltern abgestimmt. Die Einrichtung ist das Jahr über fast durchgehend geöffnet, also auch in den Schulferien.

Derzeit werden 118 Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Charité und des Deutschen Herzzentrums im Alter von zwei Monaten bis zu sechs Jahren im INA.KINDER.GARTEN betreut. Neben den Kindern des Personals kümmern sich die Betreuerinnen und Betreuer auch um bis zu sechs Kinder, deren Eltern in der Klinik Patienten besuchen.

Wie sich Familienfreundlichkeit auf Kommunen und Unternehmen auswirkt und welche Rolle den Lokalen Bündnissen für Familie dabei zukommt, zeigt auch der "Monitor Familienforschung" des Bundesfamilienministeriums in seiner Aprilausgabe. Demnach hat die Arbeit der Lokalen Bündnisse entscheidend dazu beigetragen, Familienbewusstsein auf regionaler und betrieblicher Ebene zu verankern und die Grundlage für familienfreundliche Maßnahmen und Projekte zu schaffen. Auf diese Weise können letztendlich Unternehmen und Kommunen den Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung besser bewältigen.

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