Sozialmediziner: "Auflösung der Versorgungsämter bewirkt Ungleichbehandlung behinderter Menschen"

Essen (ots) – Ob jemand in NRW als schwerbehindert eingestuft wird, hängt von seinem Wohnort ab. Wie die WAZ-Mediengruppe (Dienstagausgabe) berichtet, behauptet dies der Sozialmediziner Dieter Schneider in einer Studie. Darin beschreibt Schneider, wie sich die Anerkennung von Schwerbehinderungen nach der Auflösung der zentralen Versorgungsämter im Jahr 2008 verändert hat. Seitdem entscheiden Städte und Kreise über die Anträge.

"Die Auflösung der Versorgungsämter führt zu einer ungleichen Behandlung behinderter Menschen in NRW", sagte Schneider nach Auswertung der Daten des Statistischen Landesamtes gegenüber der WAZ. Besonders auffällig ist, dass einige finanzschwache Kommunen seit 2008 weniger Schwerbehinderungen anerkannt haben als vor der Reform. In Duisburg beispielsweise ging die Zahl um 6,5 Prozent zurück.

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