NRW-Linke skeptisch über Aussichten für rot-rot-grüne Landesregierung

 

Essen (ots) – Die Linke in NRW zeigt sich vor Beginn der Gespräche über eine rot-rot-grüne Koalition im Düsseldorfer Landtag "vorsichtig skeptisch". Landessprecher Wolfgang Zimmermann sagte den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Essen): "Ich gehe in die Gespräche mit der Erwartung, dass die anderen es wirklich Ernst meinen mit einem grundlegenden Politikwechsel." Bei den Grünen erkennt Zimmermann den "Willen zur Einigung mit uns, bei der SPD scheint mir das noch sehr umstritten zu sein". Die für Ende dieser Woche geplanten Auftaktgespräche stellten nicht mehr als einen Anfang dar. "Ich will das nicht belasten. Aber die Strecke bis zu einer Regierungsbeteiligung ist weit, wenn wir überhaupt dorthin kommen sollten", sagte Zimmermann. Den wiederholt erhobenen Vorwurf von FDP und CDU, die Linke in NRW sei ein Hort von Extremisten und Systemveränderern, wies Zimmermann zurück. "Wir streben auf friedlichem Weg eine demokratische sozialistische Gesellschaft an." Kritik, weite Teile der NRW-Partei hätten eine ungeklärtes Verhältnis zur DDR, träfen nicht zu. "Wir haben eine hinreichend ablehnende Haltung zu dem, was uns in der DDR als Sozialismus verkauft wurde", sagte Zimmermann.

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